Verdi-Warnstreiks heute in Mittelhessen - Freitag doch kein Streik in Nordhessen

Am Donnerstag konzentrieren sich die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst auf Mittelhessen. Dort ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Am Freitag soll in Nordhessen doch nicht gestreikt werden.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 12.43 Uhr - Die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst in Hessen gehen weiter - am heutigen Donnerstag werden Kitas, Verwaltungen, Müllabfuhren, Krankenhäuser und Stadtwerke in Mittelhessen bestreikt, teilte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel mit.

Während in Nordhessen an diesem Donnerstag ganz normal gearbeitet wird, brauchen Pendler, die nach Marburg und andere mittelhessische Städte müssen, Geduld. In der Unistadt an der Lahn werden Kitas, Verwaltungen, Müllabfuhren, Krankenhäuser und Stadtwerke bestreikt, teilte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel mit. Eine zentrale Kundgebung findet in Gießen statt. "Da ist mit starken Verkehrseinschränkungen zu rechnen", so Fritzel.

Mehrere Hundert Beschäftigte im Öffentlichen Dienst haben sich an den Warnstreiks in Mittelhessen beteiligt. Etwa 1800 Mitarbeiter kamen am Vormittag zu einer Demonstration und Kundgebung in Gießen zusammen, wie eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi sagte.

Die Teilnehmer reisten aus den umliegenden Landkreisen an. Arbeitsniederlegungen seien konkret in der öffentlichen Verwaltung der Stadt Gießen, im Landkreis Gießen sowie in den Kreisen Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill geplant. "Das sind alles starke Punkte", so Fritzel. Trotzdem erwarte sie nicht so erhebliche Auswirkungen wie am Mittwoch. 

Auch in Niedersachsen wird heute gestreikt: In Göttingen und anderen niedersächsischen Städten rollt heute kaum etwas. Betroffen sind Kitas, Krankenhäuser, Verwaltungen und der Nahverkehr.

Anders als zunächst vermeldet, sollen die Streiks morgen doch nicht in Nordhessen weitergehen. Dort - vor allem in Kassel - hatten die Streiks bereits am Dienstag weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Ausnahme ist der Landkreis Hersfeld-Rotenburg - dort soll es aber wohl zu keinen Einschränkungen und Problemen kommen.

Verdi und der ebenfalls beteiligte Deutsche Beamtenbund wollen mit den Warnstreiks Druck aufbauen für die möglicherweise entscheidende Tarifrunde am 15. und 16. April in Potsdam. Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. (lhe/mak)

Wir tragen hier in diesem Artikel zusammen, was Sie in der Region wissen müssen. Und wo genau es überall zu Streik-Auswirkungen kommen wird.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.