Corona

Fasssauna nicht nur zum Mieten: Kasseler setzen auf ungewöhnliches Geschäftsmodell

Vertreiben Fasssaunen: Oktay Maltas (von links) und Susanne Maltas von Fasswohl. Partner Felix Spohr holte sein Modell ab, um es an der Ostsee aufzustellen.
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Vertreiben Fasssaunen: Oktay Maltas (von links) und Susanne Maltas von Fasswohl. Partner Felix Spohr holte sein Modell ab, um es an der Ostsee aufzustellen.

Ein Paar aus Kassel vermietet Fasssaunen – doch das ist nicht alles. Über ein Partnerprogramm kann man eine Sauna kaufen und weitervermieten lassen.

Kassel – Seit Corona wollen viele Menschen ihre eigene Sauna haben. Ein Kasseler bietet mit seiner Frau Fasssaunen nun nicht nur zum Mieten und Kaufen an. Man kann damit auch Geld verdienen.

Um die für ihn perfekte Sauna zu finden, musste Felix Spohr von der Ostsee nach Kassel zurückkehren. Vor vier Jahren ist der Nordhesse nach Scharbeutz gezogen, weil er das Meer liebt. Nun war der Versicherungskaufmann auf der Suche nach einer Außensauna. Da stieß Spohr im Internet auf die Firma Fasswohl.

Mit der verkaufen und vermieten der ehemalige Kasseler Oktay Maltas (38) und seine Frau Susanne (36) nicht nur Saunen – das Paar hat auch ein Partnerprogramm entwickelt: Darin gibt es etwa eine 3,30 Meter lange Fasssauna mit Anhänger zum Selbstkostenpreis für 5390 Euro zu kaufen. Die können Partner ab 49 Euro pro Tag weitervermieten. Fasswohl erhält vom Mietpreis eine Pauschale. So haben alle etwas davon. Der Werbe-Slogan heißt passenderweise: „Für unser aller Wohl.“ Von dem Gemeinschaftsgedanken ist Spohr begeistert: „Immer wenn die Sauna leer steht, kann ich sie mit meiner Familie nutzen.“

Kassel: Partnerprogramm für das Vermieten von Saunen

Abgeholt hat der 29-Jährige das Fichten-Fass an der Ochshäuser Straße im Forstfeld, wo Maltas’ Onkel Haydar Budak ein Büro als Kfz-Unfall-Gutachter hat. Den Standort nutzt nun auch Fasswohl. In den vergangenen Wochen hätte es dort durchaus zu einigen Unfällen kommen können, da zahlreiche Autofahrer anhielten, um die ungewöhnlichen Saunen zu bestaunen.

Das Ehepaar Maltas hat schon länger Erfahrung mit Saunen. Ihre Firma sitzt in Marburg, wo sich der ehemalige Fußballer des KSV Hessen Kassel und die Russin beim Studium kennenlernten. Seit Beginn der Pandemie ist die Nachfrage riesig.

Kassel: Fasswohl lässt Saunen an eigenem Produktionsstandort in Belarus herstellen

Viele Menschen wollen nun eine Sauna zuhause haben. Auch in und um Kassel gibt es zahlreiche Anbieter. Fasssaunen gelten als besonders attraktiv, weil sie sich durch ihre Form schnell aufheizen. Ein Paar aus Rengershausen (Kreis Kassel) hat während Corona das Projekt „Mobile Sauna Kassel“ gestartet.

Fasswohl lässt seine unterschiedlich großen Modelle mittlerweile an einem eigenen Produktionsstandort bei Minsk in Belarus herstellen. Bald soll dort ein Aufforstungsprogramm unterstützt werden. „Wir wollen nachhaltig sein“, sagt Oktay Maltas, der glaubt, dass der Sauna-Trend auch nach der Pandemie anhält. In der Heimat seiner Frau würde er aber wohl nicht erfolgreich sein: „Dort hat ohnehin jede Familie Zugang zu einer Sauna.“ (Matthias Lohr)

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