Hohe Kosten: Ideen und Sponsoren sind bei Sanierung des Freibads gefragt

Verein kratzt Geld zusammen

Herbstputz im Harleshäuser Freibad: Noah (von links, in orangefarbenen Jacken), Elias, Vanessa und Lukas von der Jugendfeuerwehr rechnen das Laub zusammen. Gartenbauer Jochen Weinrich (rechts) hilft mit seinem Laubgebläse. Foto: Dilling

Harleshausen. Der Herbstputz hat Tradition im Förderverein des Freibads Harleshausen. Doch am Wochenende war alles irgendwie anders. Mehr als 50 ehrenamtliche Helfer gingen beschwingter und mit mehr Elan als gewöhnlich an die Arbeit. Das lag an der guten Nachricht aus dem rot-grün dominierten Magistrat, der kurz zuvor grünes Licht für eine millionenschwere Sanierung des Bades signalisiert hatte.

„Das wird ein wunderschönes Bad“, sagte Anita Mahrt, Vorsitzende des Fördervereins und strahlte. Ihre gute Laune trübt auch nicht die Tatsache, dass der Verein 700 000 Euro selbst stemmen muss, wenn die Ankündigung des Magistrats Realität werden soll. Die Stichworte für Mahrt heißen Eigenleistung und Sponsoren. Der Herbstputz ist da ein Probelauf: Neben der Freiwilligen Feuerwehr Harleshausen sind Mitarbeiter der Gartenbaufirmen Geister, Ullrich und Weinrich mit Laubgebläse und anderem Gerät gekommen.

Auf diese sowie die Gärtnerei Friedenreich setze sie auch, wenn es mit der Badsanierung losgehe, sagte Mahrt. Schließlich seien die fehlenden 700 000 Euro vornehmlich für die Außenanlagen kalkuliert.

Auch Carsten Höhre ist zuversichtlich. Der Förderverein werde die Strukturen nutzen, die man in Harleshausen für die Feiern zum Stadtjubiläum aufgebaut habe und nächstes Jahr Feste organisieren, die Geld in die Kasse bringen. „Wir sind ja inzwischen festivalerfahren“, sagte der Stadtteilbotschafter.

Er selbst hat sich überlegt, seine bisher kostenlosen historischen Führungen im Stadtteil künftig gegen Entgelt anzubieten. Am 19. Juli soll ein gemeinsam vom Förderverein und der Harleshäuser Arbeitsgemeinschaft organisiertes Schwimmbadfest weiteres Geld in die Kasse spülen.

40 000 Euro hat der 708 Mitglieder zählende Verein laut Mahrt ja schon zusammen. Doch die seien für die Hangrutsche eingeplant. „Die wird doch das Highlight des Bades“, sagte sie. Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger, ebenfalls beim Herbstputz dabei, setzt im Hinblick auf den Geldmangel noch Hoffnungen auf die Politik, speziell auf die neue Regierung in Wiesbaden: Vielleicht gelinge es ja noch, das Regierungspräsidium zu bewegen, die Freibadsanierung von der Investitionsdeckelung des Rettungsschirms auszunehmen. Beim neuen Auebad habe das ja schließlich auch geklappt. (pdi)

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