Städtisches Sportamt informiert über neue Förder-Richtlinien

Ein Gewinn für den Sport in Kassel: Die neue Drei-Felder-Sporthalle des Wilhelmsgymnasiums im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe. Auf unserem Bild läuft gerade ein Frauen-Basketballspiel. Foto: Malmus

Kassel. Die Stadt Kassel gibt künftig 220.000 Euro mehr im Jahr für die Sportförderung aus. Im Jahr 2014 sind 360.000 Euro an die rund 180 Sportvereine in der Stadt geflossen, in diesem Jahr gibt es bereits 460.000 Euro und ab 2016 jedes Jahr 580.000 Euro.

Wie die neuen Sportförder-Richtlinien aussehen und wie Vereine ans Geld kommen, darüber informiert das städtische Sportamt erstmals am Mittwoch, 23. September um 16 Uhr im Saal des Rot-Weiß-Klubs (Damaschkestraße 10).

Nach Jahrzehnten wurden die Förderungsrichtlinien in Zusammenarbeit mit Bürgern und Vereinen komplett neu aufgestellt. Bewährtes bleibt erhalten, etwa die kostenfreie Nutzung der Kasseler Sporthallen und Freisportflächen, die den Vereinen in der Stadt rund 1,8 Millionen Euro im Jahr erspart. Auch Jugendförderung und Unterstützung des Leistungssports werden fortgesetzt.

Neu ist, dass die Vereine besonders für Energiekosten mehr Zuschüsse bekommen, weil Strom und Heizung teurer geworden sind. Mehr Geld gibt es auch für Übungsleiter, die in vielen Vereinen Mangelware sind – diesem Defizit will Kassel abhelfen. Die Stadt beteiligt sich mit 100 statt bisher 75 Euro an der Erstausbildung. Daneben wird es auch eine dauerhafte Förderung von Übungsleitern in den Vereinen geben.

Neu ist auch, dass Fusionen und Kooperationen von Vereinen finanziell unterstützt werden. Das soll die Zusammenarbeit fördern. „Die Zukunft liegt darin, die Kräfte zu bündeln“, sagt Kassels Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser (SPD). Fusionieren zwei Kasseler Sportvereine, so zahlt die Stadt einen einmaligen Zuschuss von fünf Euro pro Mitglied. Legen Vereine eine Sparte zusammen, so erhält jeder der beteiligten Vereine einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 250 Euro. Werden durch die Kooperation von Vereinen Hallenzeiten frei, erhält jeder beteiligte Verein einen jährlichen Zuschuss von 250 Euro.

Um die ehrenamtlichen Vorstände besser zu unterstützen, können Vereine jetzt auch Zuschüsse für hauptamtliche Mitarbeiter in Geschäftsstelle oder im Vereinsmanagement aus der Stadtkasse bekommen.

Neu ist zudem, dass künftig nicht bloß Vereine unterstützt werden. Auch private Gruppen oder freie, nicht-kommerzielle Organisationen, die mit ihren Angeboten den Zielen der Kasseler Sportentwicklungsplanung Rechnung tragen, bekommen Geld. Die neuen Sportförder-Richtlinien basieren auf der Sportentwicklungsplanung, die die Stadt Kassel erarbeitet hat, um den modernen Anforderungen und Wünschen der Kasseler Bevölkerung nach Bewegung und Sport Rechnung zu tragen.

Annähernd 5000 Rückmeldungen von Bürgern waren dabei einbezogen worden. Dabei ging es um gewünschte Aktivitäten, Sportarten und Schwerpunkte.

www.sport-in-kassel.de

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