Sporthallen und Sportplätze

Kasseler Vereine sind wegen hoher Nebenkosten in großer Not

Bernd Engelhardt (stellvertretender Vorsitzender) und Jürgen Kahle, Vorsitzender des Sportvereins Nordshausen. Auch ihr Verein ist von den hohen Nebenkosten betroffen.

Kassel. Vereine mit eigenen Sportstätten geraten wegen der steigenden Kosten für Strom und Heizung zunehmend in finanzielle Not. Zwar zahlt die Stadt Zuschüsse für Unterhaltung und Nebenkosten, diese decken aber nur einen geringen Teil der tatsächlichen Kosten ab.

Die Vereine mit Eigentum fühlen sich gegenüber anderen Vereinen benachteiligt, die kostenlos städtische Sporthallen nutzen können. Dabei stellten sie eine Infrastruktur zur Verfügung, für die die Stadt kein Geld habe.

Insgesamt 40 Vereine, die eigene Sportstätten (Hallen, Plätze), Umkleiden und Vereinsheime haben, sind von den steigenden Nebenkosten betroffen. Diese 40 Vereine müssen sich 59 000 Euro Zuschuss teilen, den die Stadt jährlich für die Nebenkosten zahlt.

Wie weit die tatsächlichen Nebenkosten und die öffentlichen Zuschüsse auseinanderliegen, zeigt etwa das Beispiel des Sportvereins Nordshausen. Für deren vereinseigene Sporthalle und ein Tennishaus zahlt der Verein jährlich etwa 25 000 Euro für Gas, Strom und Wasser. Damit fressen die Nebenkosten die Hälfte der Mitgliederbeiträge auf. Der städtische Zuschuss liegt nur bei 2550 Euro. (bal) 

Was die politischen Fraktionen dazu sagen, lesen Sie in der HNA-Dienstagsausgabe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.