Vorwurf: Doktorarbeit im Rathaus bearbeitet

Verfahren läuft gegen Amtsleiterin

Kassel. Gegen die Leiterin des städtischen Revisionsamtes, Jutta Bott, hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Er kommt damit auch einem Wunsch der Amtsleiterin nach. Das Verfahren wird von einem Mitarbeiter des städtischen Personal- und Organisationsamtes geleitet.

Hintergrund des Verfahrens ist der Vorwurf einer Mitarbeiterin des Revisionsamtes, ihre Chefin habe ihre Doktorarbeit von einer Sekretärin des Amtes während deren Arbeitszeit bearbeiten lassen. Sie habe sämtliche Formatierungsarbeiten des Textes erledigt.

Wie die HNA berichtete, ist auf dem Rathaus-Rechner die Datei mit der Doktorarbeit gefunden worden. Anhand dieser Datei ist ebenfalls zu erkennen, dass die betreffende Sekretärin daran gearbeitet hat. Welchen Umfang diese Arbeiten hatten und ob sie in der Arbeitszeit stattfanden, ist nicht ohne Weiteres ersichtlich.

Ermittlungen gerechtfertigt

Ein Sprecher der Stadt wies darauf hin, es habe Vorermittlungen gegeben, die ein Ermittlungsverfahren rechtfertigten. Unzweifelhaft sei, dass die Amtsleiterin ihre Mitarbeiterin um Hilfe bei der Formatierung gebeten habe und die Datei auf Rathaus-Rechnern gespeichert war. Ob weitere Verstöße begangen worden seien, sei noch unklar. (bal)

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