Angeklagter bestreitet, drei Frauen beleidigt und bedroht zu haben

Verfahren wird neu aufgerollt

Kassel. Der Prozess gegen einen 34-jährigen Kasseler, der drei Frauen im Internet und per SMS beleidigt und bedroht haben soll, wird in zweiter Instanz komplett neu verhandelt. Nachdem ihn das Amtsgericht im Dezember vergangenen Jahres zu zwei Geldstrafen verurteilt hatte, war er - wie auch die Staatsanwaltschaft - dagegen in Berufung gegangen.

Am Dienstag befasste sich deshalb nun das Landgericht mit der Sache. Der Angeklagte soll, so lautete in erster Instanz die Anklage, nacheinander drei junge Frauen kennengelernt haben, die sich nach kurzer Zeit wieder von ihm trennten, unter anderem, weil sie sich überwacht gefühlt hätten. In allen drei Fällen soll der Angeklagte nach der Trennung über das Internet und per SMS versucht haben, die Frauen einzuschüchtern. So habe er auf Facebook vermeintliche Profile angelegt, in denen sich die Frauen als freizügig und auf permanenter Suche nach neuen Sexualpartnern beschrieben. Einer Frau habe er gar gedroht, sie umzubringen. Zwei der Frauen sollen durch das Nachstellen derart verängstigt gewesen sein, dass sie ihr Haus nicht mehr allein verlassen wollten.

Gestern war lediglich eine der Betroffenen als Zeugin geladen. Da der Angeklagte bei seiner Darstellung blieb, dass die Vorwürfe gegen ihn nicht zutreffen, soll das Verfahren nun komplett mit allen infrage kommenden Zeugen aufgerollt werden. Ein Termin dafür steht noch nicht fest. (pas)

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