Verfolgungsjagd durch Kassel: Fahrer rammt Streifenwagen, Polizei schießt auf Auto

Kassel. In Kassel ist es am frühen Samstagmorgen zu einer Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und einem flüchtenden Autofahrer gekommen. Wie die Polizei mitteilte, stoppten die Beamten den Wagen durch Schüsse auf die Reifen.

Die Polizei hatte den älteren BMW um kurz nach Mitternacht an der Mönchebergstraße kontrollieren wollen. Wie die Beamten herausfanden, waren die Kennzeichen an dem Auto vor zwei Wochen als gestohlen gemeldet worden. Doch als der Fahrer die Streife bemerkte, gab er Gas und flüchtete.

Die Polizisten folgten dem Auto. Dabei kam es, wie die Polizei meldet, zu mehreren gefährlichen Situationen "und erheblichen Verkehrsverstößen". Die Beamten forderten Verstärkung an, mehrere weitere Streifenwagen kamen zu Hilfe.

Im Verlauf der Verfolgungsjagd rammte der Flüchtende einen Polizeiwagen, touchierte eine weitere Streife und blieb schließlich auf einem Grünstreifen stehen. Die Polizisten stiegen aus und gingen auf den BMW zu. Plötzlich trat der Fahrer wieder aufs Gaspedal und fuhr direkt auf einen der Beamten zu. Die Polizisten schafften es, mit mehreren Schüssen auf die Reifen den Wagen zu stoppen.

Verfolgungsjagd durch Kassel: Fahrer rammt Streifenwagen, Polizei schießt auf Auto

Sofort sprangen mindestens zwei Männer aus dem Auto und liefen über die Hafenstraße Richtung Hafenbecken davon. Dort suchte die Polizei mit Hilfe der Wasserschutzpolizei nach den Unbekannten, blieb aber ohne Erfolg.

Während der Verfolgungsjagd wurde keiner der Polizisten verletzt. An den gerammten Streifen entstand großer Schaden, an dem Täterfahrzeug Totalschaden. Die Ermittlungen dauern nun an. 

Ähnlicher Fall im Januar

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Diese Verfolgungsjagd erinnert an einen ähnlichen Fall, bei dem am 15. Januar ein Mann in Kassel vor der Polizei flüchtete. Er war mit seinem Auto von Kassel Richtung Fuldatal gerast, auf dieser Strecke mit seinem Wagen im Graben gelandet und zu Fuß weiter gelaufen. Dabei verloren ihn die Polizisten in der Dunkelheit aus den Augen. Vermutlich sprang er in die Fulda, die damals Hochwasser führte.

Anfang März wurde schließlich in der Fulda zwischen dem Klärwerk Simmershausen und der Staustufe Wahnhausen ein Leichnam entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um den Mann handelte, der im Januar vor der Streife geflüchtet war. (abg)

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