An der Fasanenhofschule setzen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto ab – Ortsbeirat sucht nach Lösung

Verkehrs-Chaos vor Schulbeginn

Eine typische Situation an der Fasanenhofschule: Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto morgens direkt bis vor die Schule. Foto: Konrad

FASANANHOF. Ab 7.30 Uhr herrscht an Schultagen ein Verkehrschaos vor der Fasanenhofschule. Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und verstopfen regelrecht die Straßen. „Die Kinder wissen aufgrund der vielen parkenden Autos oft gar nicht mehr, wo sie lang gehen sollen“, sagt Barbara Hain, Lehrkraft an der Fasanenhofschule. Außerdem erhöhe sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens die Unfallgefahr.

Anwohner und die Schulleitung stellten das Problem jetzt dem Ortsbeirat vor. „Wir appellieren regelmäßig an die Eltern, ihre Kinder zu Fuß zur Schule zu bringen, um die Situation zu entspannen“, sagt Schulleiterin Gabriele Broszat. Auch bei Einschulungen würden die Eltern darauf hingewiesen und der Schulwegeplan werde ausführlich besprochen. Bei vielen Eltern stößt das offenbar auf kein Gehör.

Ein Brennpunkt ist der Bereich Mörikestraße/Ecke Schwabstraße. „Die Autos parken teilweise bis in den Kreuzungsbereich hinein“, sagt eine Anwohnerin. Da die Kinder seitens der Schule angehalten sind, über den Schulhof in das Schulgebäude zu gehen, fahren die Autos teilweise in die Schwabstraße, die am Eingang zum Schulhof als Sackgasse endet, obwohl direkt an der Straße ein großer Parkplatz ist. Anschließend müssen die Fahrzeuge rückwärts wieder aus der Straße heraus fahren. Die Schwabstraße ist in diesem Bereich auch als Zufahrt für Rettungsfahrzeuge ausgewiesen. Den Haupteingang an der Mörikestraße dürfen die Schüler nicht benutzen, weil dort laut der Schulleiterin aufgrund einer Treppe die Unfallgefahr zu hoch ist.

Broszat wünscht sich eine Sperrung der Einfahrt zur Schwabstraße mit einem versenkbaren Sperrpfosten. Außerdem regte sie an, eine Änderung der Verkehrszeichen zu prüfen. Lienhard Knauf (CDU) sieht in der Sperrung der Einfahrt die einzige Möglichkeit, die Situation in den Griff zu bekommen. Norbert Lappöhn (SPD) gab zu bedenken, dass sich das Gelände der Sportfreunde 75 Fasanenhof am Ende der Sackgasse befindet. Barbara Hain brachte eine Verkehrserziehungsaktion für Eltern ins Gespräch. So könnten beispielsweise die Schüler Eltern für ihr Verhalten etwa eine rote oder grüne Karte zeigen. Außerdem planen Stadt und Schule eine gemeinsames Modell-Projekt zur Gestaltung eines sicheren Schulwegs (Das sagt). Auch verstärkte Kontrollen und Hinweise durch das Ordnungsamt wurden diskutiert.

Ortvorsteher Peter Carqueville (SPD) sprach sich für eine Erörterung des Problems in der nächsten Ortsbeiratssitzung zusammen mit dem Straßen- und Verkehrsamt sowie mit dem Schulamt aus. Außerdem sollen Vertreter der Sportfreunde eingeladen werden. Er hält eine größere Verkehrsziehungsaktion für sinnvoll, weil sich das Problem auch an Kitas im Stadtteil zeige. DAS SAGT

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