Liste mit mehr als 270 Verbesserungsvorschlägen

Verkehrsentwicklungsplan 2030: Ziel sind weniger Autos

Jede Menge Verkehr: Die Trompete genannte Kreuzung Frankfurter Straße/Fünffensterstraße ist einer der hochbelasteten Verkehrsknoten in der Innenstadt. Links ein Teil des Cine-Star-Kinos, im Hintegrund das Justizzentrum. Foto: Ludwig

Kassel. Zweieinhalb Jahre Arbeit stecken im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan 2030. Die heutige Verkehrssituation mit ihren Chancen und Mängeln wurde von Fachleuten analysiert.

Bei zehn Bürgerforen in den Stadtteilen haben Kasseler Einwohner Kritik und Anregungen eingebracht. Auch Kinder und Jugendliche wurden nach ihrer Sichtweise auf den Verkehr befragt, ebenso wie Experten aus Politik, Verbänden und Interessengruppen von den Einzelhändlern bis zum ADAC.

Verkehrsmittelwahl in Kassel

Das Ergebnis sind mehr als 270 Vorschläge, wie der Verkehr in der Stadt und der Region Kassel in den kommenden 15 Jahren verbessert werden kann. Kassel soll gut erreichbar bleiben, der Verkehr soll flüssig funktionieren, möglichst umweltfreundlich und zudem sicher sein. Der Sicherheit sollen auch Tempo-30-Abschnitte auf Korbacher Straße, Bilsteiner Born, Osterholzstraße, Schenkebier Stanne, Elgershäuser Straße, Zentgrafenstraße, Altenbaunaer Straße, Wolfsgraben, Giesenallee, Langes Feld, Zum Erholungsheim, Mauerstraße und Angersbachstraße dienen.

43,4 Prozent der Wege in der Stadt werden mit dem Auto erledigt. 1994 waren das noch 48 Prozent. Heute sind 56,6 Prozent der Menschen in Kassel umweltfreundlich zu Fuß, mit Bussen und Bahnen oder mit dem Rad unterwegs. Zum Vergleich: Im Kasseler Umland werden noch 64 Prozent der Wege mit dem Auto erledigt, bundesweit 58 Prozent.

In der Stadt wird die Zahl der Fußgänger, Nahverkehrs-Nutzer und Radler weiter steigen, ist Nolda überzeugt. Der Entwicklungsplan soll deshalb den Umweltverbund fördern. Denn der Autoverkehr in Kassel und im Umland, auch da gibt sich der Stadtbaurat überzeugt, werde nicht stärker. Sein Ziel ist es, bis 2030 besonders den Radverkehr und den Nahverkehr zu stärken. Nur noch 31 bis 38 Prozent der Wege sollen dann mit dem Auto erledigt werden.

Was halten Sie vom Verkehrsentwicklungsplan 2030 und dessen Ziel, den Autoverkehr in der Stadt Kassel weiter zu verringern? Mailen Sie uns an kassel@hna.de oder nutzen Sie die Kommentarfunktion unter diesem Artikel.

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Hintergrund: Verkehrsplan legt Ziele fest

Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) legt die Ziele und Strategien der zukünftigen Verkehrsentwicklung in der Stadt in den nächsten 15 Jahren fest. Die Planung dient den gewählten Kommunalpolitikern und den Mitarbeitern der Verwaltung als Handlungsrahmen und Zielvorgabe. Der Plan trifft Aussagen zu allen Verkehrsmitteln und gibt Empfehlungen für Autoverkehr, öffentlichen Nahverkehr, Fußgänger und Radfahrer. Berücksichtigt werden die Mobilitätsbedürfnisse aller Bewohner sowie die Wechselwirkungen des Verkehrs mit der Stadt- sowie Regionalentwicklung und der Umwelt. Weil Stadt und Landkreis Kassel Hand in Hand an der Verkehrszukunft arbeiten, wird nicht nur für das Stadtgebiet, sondern auch für den Zweckverband Raum Kassel ein solcher Plan erstellt.

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