Für Hessentag

Neues Verkehrskonzept: Mit der Bahn ins Stadion

Kassel. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen rechnet damit, dass zwischen einer und 1,5 Mio. Menschen den Hessentag besuchen werden, der vom 14. bis 23. Juni in der Stadt gefeiert wird. „Das ist eine realistische Annahme. Wir möchten, dass unsere Gäste bequem und umweltfreundlich zu uns kommen.“

Das sagte Hilgen am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Schließlich spiele das Thema Klimaschutz eine wichtige Rolle beim Hessentag.

Zusammen mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) und der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) stellte er das Konzept für den öffentlichen Nahverkehr zum Hessentag vor:

Alles rund um den Hessentag hier in unserem Spezial

Zusätzliche Fahrzeuge, mehr Fahrer und dichtere Takte sollen dafür sorgen, dass Besucher aus ganz Hessen mit Bahn und Bus zum Hessentag anreisen und auch wieder abreisen können.

Bis nachts um 1 Uhr soll eine Abreise vom Hauptbahnhof in alle Himmelsrichtungen möglich sein. Das sei nur möglich, weil die Stadt und die Region mit der KVG und dem NVV einen hervorragenden ÖPNV hätten, sagte Hilgen.

„Wir ziehen jetzt den Nutzen aus den vielen Investitionsentscheidungen, die wir in der Vergangenheit getroffen haben“, sagte NVV-Geschäftsführer Klaus-Peter Güttler. Der NVV habe zusätzliche Fahrten im Umfang von 80.000 Zug- und 20.000 Buskilometern bei seinen Verkehrsunternehmen bestellt. Auf den wichtigsten Linien werde das Angebot vor allem am Abend, nachts und an den Wochenenden verstärkt.

Weil die Königsstraße während des Hessentags für den Tramverkehr gesperrt ist, werden alle Bahnen über den Scheidemannplatz umgeleitet.

Die Regiotrams nehmen ab dem Hauptbahnhof Kurs zum Auestadion.

Fast alle Busse im Stadtgebiet, die sonst über den Scheidemannplatz fahren, werden über den Lutherplatz umgeleitet.

Mehr Fahrten erfordern mehr Fahrzeuge: Deshalb leiht sich die KVG Fahrzeuge und Fahrer von befreundeten Verkehrsunternehmen aus: „Wir erweitern unser Angebot mit allen uns zur Verfügung stehenden personellen und technischen Kapazitäten“, sagte KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert.

Aus Osnabrück kommt zum Beispiel ein 23 Meter langer Buszug. Zusätzlich würden Busfahrer aus Hannover, Fulda und Leipzig angeheuert. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass an jedem der zehn Tage bis zu 57.000 Menschen mehr als üblich mit dem Bus oder der Bahn in der Stadt unterwegs sein werden.

Zwei neue Buslinien werden zudem extra entlang des Auedamms und Buga-Geländes eingerichtet: Die Linie H 1 wird als Shuttleverkehr über den Auedamm und die Linie H 2 als Ring-Shuttle vom Auestadion über die Damaschkebrücke und die A 49 wieder zurückfahren. Die Fahrten in beiden Linien sind kostenlos.

Infos zum Fahrplan und den Tickets

Wie die Busse und Bahnen während des Landesfestes fahren, wird in der Broschüre „Hessentag Mobil“ veröffentlicht. Die Broschüre erscheint am 27. Mai und liegt in den üblichen Vorverkaufsstellen und Kundenzentren aus.

NVV und KVG informieren darüber hinaus auf ihren Internetseiten unter www.nvv.de und www.kvg.de/Hessentag.

Informationen erhalten Fahrgäste auch in den NVV-Kundenzentren und Info-Punkten. Das NVV-Servicetelefon unter 0180 - 234 - 0180 ist täglich von 5 bis 22 Uhr erreichbar, am Freitag und Samstag von 5 bis 24 Uhr. Der Anruf kostet 6 Cent aus dem Festnetz der Telekom, Mobilfunkpreise maximal 42 Cent pro Minute.

Besitzer von Smartphones haben zudem die Möglichkeit, über die NVV-App ihre Fahrplaninformationen zu erhalten und Tickets zu kaufen unter: http://nvv.mobilesticket.de

Über kurzfristige Änderungen bei Bussen und Bahnen informiert die KVG über Twitter unter https://twitter.com/KVGinfo. Diese Meldungen sind auch auf der Startseite der KVG-Homepage in der Rubrik „Verkehr und mehr …“ veröffentlicht.

Wer eine Eintrittskarte für eine Veranstaltung im Auestadion, in der Rothenbachhalle oder der Auepark-Sporthalle kauft, hat damit zugleich das Ticket für alle Busse, Bahnen und Nahverkehrszüge im gesamten NVV-Netz in der Tasche.

Für das Landesfest gilt das HessenTicket für nur 32 Euro als Angebot besonders für die Gäste aus Mittel- und Südhessen auch montags bis freitags ganztags ohne die sonstige Sperrzeit von 9 Uhr.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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