Verkehrslärm: Betroffene Kasseler können sich äußern

+
Von starkem Verkehrslärm betroffen: Die Holländische Straße (Bild) in der Kasseler Nordstadt. Die Bundesstraße ist eine der wichtigsten Verbindungen zum Flughafen Kassel in Calden und in den nördlichen Landkreis Kassel.

Kassel. Der Entwurf des Lärmaktionsplanes für den Regierungsbezirk Kassel ist veröffentlicht. Es geht um den Straßenverkehr: Die vom Lärm der Hauptverkehrsstraßen betroffenen Bürger haben die Möglichkeit, sich bis Mitte September dazu zu äußern, Vorschläge zu machen und Anregungen zu geben.

Der Lärmaktionsplan zeigt die örtlichen Belastungen durch Autolärm an den Hauptverkehrsstraßen auf. Er benennt die Anzahl der jeweils betroffenen Menschen entlang dieser Straßen und die wesentlichen Lärmkonfliktpunkte im Regierungsbezirk Kassel.

Gegenüber dem ersten Lärmaktionsplan Straßenverkehr aus dem Jahr 2010 haben sich die betrachteten Hauptverkehrsstraßen in etwa verdoppelt. Der Grund: Das Kriterium für eine Hauptverkehrsstraße wurde von sechs auf drei Millionen Fahrbewegungen pro Jahr herabgesetzt.

Der Entwurf wird bis zum 13. September dieses Jahres auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Kassel www.rp-kassel.hessen.de unter der Rubrik „Öffentliche Bekanntmachungen“ veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. Mit Rücksicht auf die Sommerferien wurde die Offenlegungsfrist verlängert. Der Lärmaktionsplan kann zudem auch über den Link www.laermaktionsplan.hessen.de aufgerufen werden. Der Entwurf wird während dieser Zeit außerdem in Papierform beim Regierungspräsidium Kassel sowie in der Präsidiums-Außenstelle in Bad Hersfeld ausgelegt.

Bis zum 27. September 2015, also zwei Wochen nach Ende der Offenlage, können Stellungnahmen eingereicht werden. Mithilfe eines Internetformulars können über www.rp-kassel.hessen.de oder www.laermaktionsplan.hessen.de die Stellungnahmen auch auf elektronischem Wege abgegeben werden.

Ferner besteht die Möglichkeit, Stellungnahmen schriftlich innerhalb der genannten Frist zu senden oder über die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung unter dem Stichwort „Lärmaktionsplanung“ einzureichen.

Laut einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 2011 ist in Deutschland jeder Dritte durch Verkehrslärm tagsüber belästigt und nachts jeder fünfte Bürger beim Schlaf gestört.

Damit gilt Lärm als eines der wichtigsten Umweltthemen in der Bevölkerung überhaupt. In Westeuropa gehen nach Angaben der WHO Europa den hier lebenden Menschen jährlich mindestens eine Million gesunde Lebensjahre aufgrund von Verkehrslärm verloren.

Die daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten seien auch für Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft relevant, erklärt die Weltgesundheitsorganisation.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.