Glühweinstände und Karussells sollen zwischen den Jahren stehen bleiben

Verlängerung für den Kasseler Weihnachtsmarkt?

Stimmungsvolle Kulisse: Der Weihnachtsmarkt auf dem Königsplatz (Foto) und dem Friedrichsplatz könnte bis zum 30. Dezember verlängert werden. Dafür setzen sich SPD und CDU ein. Archivfoto:  Malmus

Kassel. Der Kasseler Weihnachtsmarkt ist ein Publikumsmagnet und lockt in den Wochen vor dem Fest Hunderttausende von Besuchern in die Stadt. In den vergangenen Jahren war am 23. Dezember Schluss mit dem Trubel. Das soll sich jetzt ändern.

In seltener Eintracht setzen sich die großen Fraktionen von SPD und CDU dafür ein, den Weihnachtsmarkt auf die Zeit zwischen den Jahren auszudehnen. Nach einer Pause von Heiligabend bis zum Zweiten Feiertag könne der Markt bis zum 30. Dezember fortgesetzt werden.

Verantwortlich für den Weihnachtsmarkt ist die städtische Kassel Marketing GmbH. Die hatte bislang Bedenken, weil Standbetreiber, die zum Beispiel Weihnachtsschmuck verkaufen, nach dem Fest nicht mehr öffnen wollten. Geschlossene Buden seien keine gute Visitenkarte.

Deshalb spricht sich die SPD dafür aus, ein Konzept für die Machbarkeit zu erstellen. „Dabei sollen die Schausteller, die Marktbeschicker und die Citykaufleute eingebunden werden“, sagt der Fraktionsvorsitzende Uwe Frankenberger. Die Kaufleute mit ihrem Vorsitzenden Gerhard Jochinger haben bereits signalisiert, dass sie daran interessiert sind, den Weihnachtsmarkt zu verlängern.

Für viele Kunsthandwerker lohne sich das aber nicht, gibt Angelika Hüppe, Chefin von Kassel Marketing, zu bedenken. Deren Anteil versuche man bewusst hochzuhalten, um einen Weihnachtsmarkt mit Niveau anzubieten. Die Verträge, die man derzeit abschließe, hätten eine Laufzeit bis zum 23. Dezember. Sollte es einen Auftrag aus der Politik geben, werde man eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes selbstverständlich prüfen.

Von Thomas Siemon

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