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Vermeintlich Spenden gesammelt: Drei Rumänen unter Betrugsverdacht

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So sieht die Sammelliste aus: Diese wurde von der Polizei wieder zusammengeklebt. Foto:  Polizei

Kassel. Drei Rumänen, die verdächtigt werden, mit Spenden betrogen zu haben, sind am Montag von Beamten des Polizeireviers Mitte in der Kasseler Innenstadt festgenommen worden.

Die Polizisten stellten bei dem Trio Beweismaterial sicher.

Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner kontrollierten die Beamten am Montagabend einen bulgarischen Pkw, der im Halteverbot am Kasseler Friedrichsplatz hielt. Die drei 20, 22 und 23 Jahre alten Männer hielten sich dabei im und am Fahrzeug auf.

Bei der Überprüfung der Männer habe sich herausgestellt, dass sie bereits hinreichend wegen Betrugsdelikten bei der Polizei bekannt sind. Im Wagen selbst hätten die Polizisten Klemmbretter, Spendenlisten und eine Deutschland-Straßenkarte gefunden. Dort hätten zudem zum Teil ausgefüllte und zerrissene Spendenlisten, auf denen zum Teil deutsche Namen und Unterschriften sowie Geldbeträge vermerkt waren, gelegen.

„Handicap International“

Die Spendensammellisten trugen den Aufdruck der Hilfsorganisation „Handicap International“. Darüber hinaus einige Bilder und ein Text, aus dem hervorgeht, dass die Spenden für die Errichtung eines internationalen Zentrums für Taubstumme, körperlich Behinderte und arme Kinder gesammelt würden.

Die Recherchen der Beamten ergaben, so Werner, dass die Organisation tatsächlich in Deutschland existent ist. Auf deren Homepage wird allerdings auf den Missbrauch von Spendenlisten hingewiesen. Dabei wird erwähnt, dass die Organisation nicht mit Sammellisten um Spenden bittet. 

Möglicherweise sammelten die Männer auch Spenden in der Kasseler Innenstadt. Zeugen, die gespendet und sich auf den Listen eingetragen haben, werden gebeten, sich unter Tel. 05 61/9100 zu melden.

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