Vermieter muss Energiepreise vergleichen

Kassel. Angesichts deutlich steigender Erdgaskosten macht der Mieterbund Nordhessen darauf aufmerksam, dass Vermieter grundsätzlich verpflichtet sind, die Preise von Energielieferanten zu vergleichen und gegebenenfalls zum günstigsten Anbieter zu wechseln.

Eigentümern von Mehrfamilienhäusern könne es im Prinzip egal sein, wie teuer das Heizen für ihre Mieter ist, da die Kosten in der Regel zu 100 Prozent weitergereicht würden, teilt der Mieterbund mit. Es sei jedoch gesetzlich vorgeschrieben, dass Hauseigentümer die Betriebskosten so niedrig wie möglich halten müssen. Der Mieterbund rät: Wer vom Vermieter eine Betriebskostenabrechnung erhält, die eine Preissteigerung (keine Mengensteigerung) etwa bei den Heizkosten um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausweist, könne dafür eine Erklärung verlangen. Ab einer Teuerung um 20 Prozent sei der Vermieter verpflichtet, plausibel zu machen, warum die Preissteigerung unvermeidbar sei. Könne oder wolle er das nicht, gelte die Abrechnung als fehlerhaft und könne vom Mieter zurückgewiesen werden. (asz)

Informationen: Mieterbund Nordhessen, Königsplatz 59, Tel. 81 64 26-0; E-Mail: mieter bundnordhessen@t-online.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.