Gästeansturm dank Welterbetitel – neue Toiletten im Container

Gastronomen im Bergpark: Verpflegung ist Herkulesaufgabe

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Bergpark macht hungrig und durstig: Deshalb hatte Karoline Bogedale, Servicekraft in der Kaskaden-Wirtschaft, gestern auch alle Hände voll zu tun.

Kassel. Mit mehr Personal, mehr Außenbestuhlung und mehr Verkaufstheken haben die Gastronomen im Bergpark auf den Gästeansturm reagiert.

An den Wasserspieltagen mittwochs und sonntags verzeichnen sowohl die Herkules-Terrassen als auch die Kaskaden-Wirtschaft, das Café Jérôme und das Schlosscafé mehr als doppelt so viele Gäste wie vor dem Welterbetitel. Gestern war der Ansturm, auch wegen der schwülen Hitze, nicht so groß wie zuletzt, aber es gab dennoch sehr viel zu tun für die Servicekräfte.

Er habe an den Wasserspieltagen oft weit über 1000 Gäste, sagt Thomas Nähler, der die Herkules-Terrassen führt. „Das hat sich fantastisch entwickelt.“ Um den Ansturm bewältigen zu können, habe er mehr Personal eingestellt. Ein Problem habe es zeitweise mit den Toiletten gegeben, die auch von vielen Touristen genutzt worden seien, die nicht sein Restaurant besucht hatten. Nun aber gebe es neue Toilettencontainer im Park.

50 Cent Toilettengebühr

Einer der Container wird bis Mittwoch am Schloss Wilhelmshöhe aufgebaut, der zweite steht bereits an der Kaskaden-Wirtschaft. Die Benutzung kostet 50 Cent und wird mit einem Gutschein auf den Verzehr im benachbarten Restaurant angerechnet. Die normalen Klos der Wirtschaft sind an den Wasserspieltagen geschlossen. „Wir müssen dies tun, weil wir nicht überblicken können, ob nur Gäste unsere Anlagen nutzen“, sagt Betriebsleiter Sven Herfurth. Wer erst nach dem Verzehr auf Toilette gehe, könne sich die 50 Cent auszahlen lassen.

Verkauf aus der Holzhütte: Eriko Rehrmann stand gestern am Grillstand an den Kaskaden.

Rainer Holzhauer, Pächter der Kaskaden-Wirtschaft, hat den Parkplatz der Wirtschaft in einen Biergarten umgewandelt und das Personal für die Stoßzeiten verdoppelt. „Der Ansturm spielt sich zu den Wasserspielen innerhalb von zwei Stunden ab. Das ist eine echte Herausforderung.“

Gut laufen auch die Geschäfte des von Chantal Golomb geführten Cafés Jérôme im Schloss. „Es ist sehr gut ausgelastet“, sagte Lena Pralle, Sprecherin der Museumlandschaft Hessen Kassel (MHK).

Ebenfalls sehr zufrieden mit dem Gästezulauf ist Mahmoud El Ahl, Pächter des Schlosscafés in der Alten Wache. El Ahl, der schon seit Jahrzehnten als Gastronom im Bergpark tätig ist, fühlt sich derzeit an alte Zeiten erinnert, als der Herkules schon einmal viele Touristen anzog.

Von Bastian Ludwig

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