K+S darf bis Jahresende weiter Lauge verpressen

Versenkerlaubnis hat weiter Bestand

Kassel. Das Regierungspräsidium Kassel wird die wasserrechtliche Erlaubnis für die K+S Kali GmbH zur Versenkung von Salzabwasser vom 30. November 2011 nicht widerrufen.

Diese Entscheidung habe die Behörde jetzt, nachdem eine Reihe von Trinkwassergewinnungsanlagen im Raum Osthessen und Westthüringen untersucht worden waren und Gefährdungen ausgeschlossen werden konnten, getroffen, teilt das Regierungspräsidium in einer Presseerklärung mit.

In einer Stellungnahme hatte das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) für keine der zwölf näher betrachteten Trinkwassergewinnungsanlagen die Salzabwasserversenkung als potenzielle Ursache für die langfristig Chloridkonzentrationen ausschließen können (wir berichteten).

Am besonders belasteten Tiefbrunnen Eitra wurde daher im Zeitraum vom 1. bis 15. Dezember 2014 ein Pumpversuch zur Klärung einer möglichen versenkbedingten Beeinflussung vorgenommen. Dabei hätte es laut RP keine Hinweise auf einen Chloridanstieg durch die Salzabwasserversenkung gegeben.

Die festgestellten Mineralisationsschwankungen am Tiefbrunnen Eitra ergäben sich vielmehr aus dem Zufluss von Wasser aus anderen Gebirgsformationen.

Durch Änderungen des Brunnenbetriebs oder bauliche Brunnenmaßnahmen könnte der Chloridgehalt abgesenkt werden. (rey)

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