Stadt schreibt halbe Stelle für wissenschaftlichen Mitarbeiter des Kulturamtes aus

Verstärkung für die Grimms - Stadt sucht stellvertretenden Museumsleiter

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Berühmte Köpfe: Wilhelm und Jacob Grimm haben sich als Märchensammler und Sprachforscher einen Namen gemacht. Die Stadt will das Erbe der Brüder künftig besser präsentieren. Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter soll die Pläne für das neue Grimm-Museum auf dem Weinberg begleiten und die Grimm-Jubiläen vorbereiten.

Kassel. Die Stadt setzt beim Thema Grimm auf weitere Verstärkung. Neben Kulturberater Dr. Hans-Bernhard Nordhoff soll nun ein wissenschaftlicher Mitarbeiter das Kulturamt beziehungsweise das Brüder-Grimm-Museum in seiner Arbeit unterstützen.

In einer am 3. Februar in der Wochenzeitung „Die Zeit“ erschienenen Stellenanzeige sucht die Stadt für diese Aufgabe „zum nächstmöglichen Termin“ und zunächst auf zwei Jahre befristet eine Persönlichkeit mit Managementqualitäten.

Stellvertretung von Lauer

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Laut Anzeigentext soll sie den Neubau des Grimm-Museums auf dem Weinberg begleiten, Veranstaltungen für die Grimm-Jubiläen planen und koordinieren und auch die Vertretung von Museumsleiter Dr. Bernhard Lauer übernehmen. In den nächsten Jahren stehen zahlreiche Jubiläen rund um die Grimms an, allen voran der 200. Geburtstag der „Kinder- und Hausmärchen“, der ab 2012 gefeiert wird. Ausgeschrieben ist aber nur eine halbe Stelle. Bewerbungsschluss ist der 18. Februar.

Weitere Schwerpunkte in der Stellenbeschreibung sind die Vorbereitung von Sonderausstellungen, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, Organisation der Museumspädagogik sowie Mitarbeit bei der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlung. Nach Angaben von Kulturamtsleiterin Dorothee Rhiemeyer sind bereits erste Bewerbungen eingegangen. Im März sollen die Vorstellungsgespräche geführt werden, spätestens Mitte des Jahres soll der oder die Neue die Arbeit aufnehmen. Spätere Übernahme nicht ausgeschlossen. Dies hänge auch vom Personalbedarf im neuen Grimm-Museum ab, sagt Rhiemeyer.

Die Position sei hervorragend geeignet, „sich wissenschaftlich weiterzuqualifizieren“ und in der Praxis zu bewähren. Die Stadt lege Wert darauf, dass Lauer einen Stellvertreter bekomme und ein zweiter Wissenschaftler im Grimm-Museum tätig sei. Außerdem wünsche man einen engen Austausch mit dem Inhaber der Grimm-Professur an der Universität.

„Wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher“, sagt die Kulturamtsleiterin. „Es reicht nicht mehr aus, eine Sonderausstellung im Jahr zu zeigen.“ Um mehr Besucher anzulocken, müsse man stärker auf Vermittlung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit setzen.

Die Stadt schaffe dafür aber keine neue Stelle, sagt Rhiemeyer. Nachdem mehrere Mitarbeiter das Grimm-Museum verlassen hätten, habe man den Stellenplan neu zugeschnitten und Kapazitäten bei der Verwaltung reduziert.

Mehr über die Grimms im Regiowiki der HNA unter http://regiowiki.hna.de/Brüder_Grimm

Von Ellen Schwaab

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