Männer sollen sich gegenseitig attackiert haben

Versuchte Tötung in Kassel: Verdächtiger wieder frei

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Hier brach der 37-Jährige am Dienstagnachmittag zusammen: Der Mann befindet sich laut Polizei nicht mehr in Lebensgefahr.

Nachdem ein 37-jähriger Mann am Dienstagnachmittag mit einem Messer auf der Holländischen Straße in der Nordstadt lebensbedrohlich verletzt worden war, ist der 34-jährige Tatverdächtige am Mittwoch wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Aktualisiert um 17.45 Uhr - Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner gehen die Ermittler mittlerweile davon aus, dass beide Männer sich gegenseitig attackiert haben. Beide sind wohl auch keine unbeschriebenen Blätter: Wegen Gewalt- und Drogendelikten seien sie bereits bei der Polizei in Erscheinung getreten. Der Gesundheitszustand des 37-Jährigen habe sich gebessert. Der Mann, der am Dienstagabend nach der Messerattacke im Klinikum Kassel operiert worden war, befinde sich nach derzeitigen Erkenntnissen außer Lebensgefahr.

 Der Streit zwischen den Männern, die beide die türkische Staatsbürgerschaft haben und schon länger in Kassel leben, war am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr in der Holländischen Straße/ Ecke Oestmannstraße eskaliert. 

Dabei verletzte der 34-Jährige den Kontrahenten mit einem Messer, woraufhin das Opfer auf die gegenüberliegende Seite der Holländischen Straße flüchtete. Dort brach er vor dem Döner-Imbiss „Umut“ zusammen. Blutspuren auf dem Bürgersteig zeugten am Mittwoch noch von der Tat.

Versuchte Tötung mit Messer in Kassel: Mann war geflohen

Imbissbetreiber Yilmaz Aydin hatte frei, als die Tat passiert ist. Ansonsten sei es in der Gegend immer ganz ruhig. Er habe seit 13 Jahren den Imbiss. „So etwas ist hier noch nie passiert“, sagte er am Mittwochvormittag. Der 34-jährige Tatverdächtige war am Dienstag nach der Bluttat stadtauswärts geflüchtet. Beamte der Kasseler Polizei gelang allerdings nur kurze Zeit später die Festnahme des Tatverdächtigen. Er hielt sich in einer in der Nähe gelegenen Wohnung in der Nordstadt auf. 

Die Ermittlungen, die Beamte des für Kapitaldelikte zuständigen K 11 der Kripo führen, dauern aktuell an. 

Die Ermittler des K 11 bitten weiterhin Zeugen, die die Auseinandersetzung zwischen den Männern oder die Flucht des Täters beobachtet haben, sich unter Tel. 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Hier ereignete sich die Auseinandersetzung

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