Klinikum hat keine Hinweise auf organische Rückstände

Verunreinigtes OP-Besteck: Ursache weiter unklar

Kassel. Noch gibt es keine Ergebnisse, warum Operationsinstrumente des Kasseler Klinikums nicht vorschriftsmäßig gereinigt waren. Die Analyse der Ablagerungen, die am OP-Besteck gefunden wurden, laufe auf Hochtouren.

Das teilte Pressesprecherin Inga Eisel am Donnerstagabend mit. Nach Angaben von Klinikum-Geschäftsführer Dr. Gerhard M. Sontheimer gibt es bisher keinen Hinweis auf organische Rückstände: „Damit wird bestätigt, dass die Sterilität der Instrumente gegeben war.“

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Am Dienstag waren die Zentralsterilisation des Klinikums sowie kleinere Sterilisationseinheiten außer Betrieb genommen worden, nachdem an mehreren OP-Instrumenten Ablagerungen gefunden worden waren. Seit Mittwoch finden nur noch Notoperationen statt, laut Klinikum derzeit rund zehn pro Tag. Etliche Bereiche arbeiteten jedoch ohne Einschränkungen, sagte Eisel: etwa ein Großteil der Inneren Medizin, Geburtshilfe, Radiologie, Neurologie und Onkologie.

Inzwischen seien fast 100 Einheiten mit OP-Besteck, so genannte Siebe, aus dem Klinikum Kassel beim Hersteller in Tuttlingen eingetroffen. Die ersten aufbereiteten und freigegebenen Instrumente werden Freitagmorgen in Kassel zurück erwartet. „Wir werden unser gesamtes bisheriges OP-Instrumentarium nur nach einer Freigabe vom Hersteller einsetzen“, kündigte Sontheimer an. (abe)

Eine Liste, welche Fachgebiete betroffen sind, gibt es hier.

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