Helios-Kliniken Kassel

Tobias Hindermann führt jetzt die Geschäfte in den Helios-Kliniken Kassel

Geschäftsführer Tobias Hindermann hat sich in seinem neuen Büro in Wehlheiden bereits eingerichtet. Helios-Kliniken Kassel.
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Geschäftsführer Tobias Hindermann hat sich in seinem neuen Büro in Wehlheiden bereits eingerichtet.

Die Helios-Kliniken in Kassel haben einen neuen Chef. Seit Dezember führt Tobias Hindermann die Geschäfte. Über Langeweile kann sie der 54-Jährige nicht beklagen.

Auf seinem Schreibtisch stapelt sich die Arbeit. Für das Foto räumt Tobias Hindermann erst einmal ein paar Zettel und Blöcke beiseite. Es soll ja nicht chaotisch aussehen. Dabei ist es nur allzu verständlich, dass sich der 54-Jährige derzeit nicht über Langeweile beklagen kann. Seit etwas mehr als zwei Wochen leitet er die Helios-Kliniken Kassel – parallel zu seinem bisherigen Job: Hindermann ist außerdem Geschäftsführer des Helios-Standortes in Warburg.

In dieser Doppelfunktion liegt zugleich eine seiner Kernaufgaben. Er soll die beiden Häuser zu einem Klinik-Verbund vereinen. Was an sich schon eine Mammutaufgabe darstellt. Zudem muss die Einrichtung in Wehlheiden auf Vordermann gebracht und in den Helios-Kosmos integriert werden – ohne die Tradition der ehemaligen DRK-Kliniken außer Acht zu lassen, wie es der neue Geschäftsführer ausdrückt.

An der nötigen Energie fehlt des dem hochgewachsenen Mann, der aus Neuenbeken östlich von Paderborn stammt und dort immer noch wohnt, jedenfalls nicht. Hindermann blickt nach vorn. Der gelernte Kinder- und Intensivkrankenpfleger sieht sich als Teamplayer. Diese Eigenschaft erwartet er auch von seinen Mitarbeitern – dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht, dass über den Tellerrand geschaut und das große Ganze gesehen wird: „Am Ende des Tages geht es darum, alle Patienten zufriedenstellend zu versorgen.“

Hindermann spricht von einem Projekt, für das er die Mitarbeiter begeistern möchte. Die Helios-Strukturen sollen nicht übergestülpt werden, „ich hoffe, dass sich alle an dem Wandel beteiligen und ihn mitgestalten“. Deshalb stünde seine Tür immer offen. Gleichwohl weiß er, dass dem gesamten Haus eine unruhige, aber auch spannende Zeit bevorsteht.

Hindermann kennt sich aus. Nicht nur, weil er einen Master in Gesundheitsökonomie hat. Zudem bringt er Erfahrung mit: Zehn Jahre als Pfleger auf einer Intensivstation in Lemgo, als stellvertretender Geschäftsführer in Warburg, als das Haus noch St. Petri Hospital hieß, als Geschäftsführer bei Helios im sauerländischen Attendorn, später im niedersächsischen Gifhorn, dann wieder Warburg, und jetzt eben Kassel.

Kurzum: Hindermann ist mit der Helios-DNA vertraut. Er bezeichnet sich als Zupacker, als jemanden, der sich kümmert und der es nicht mag, Entscheidungen hinauszuzögern. „Und ich möchte, dass die Leute für ihren Job brennen und sich mit dem Haus identifizieren.“ Genauso wie er es selbst tut.

Noch steckt er in Kassel in der Findungsphase. Noch kennt er nicht alle Abteilungsleiter. Viermal pro Woche kommt er nach Wehlheiden, um 6 Uhr fährt er morgens in Ostwestfalen los. Normalerweise findet er einen Ausgleich im Sport – Laufen, Krafttraining. Hindermann sagt: „Man muss sich die Zeit nehmen, um gesund zu bleiben.“ Vor lauter Arbeit muss das Hobby aber derzeit hinten anstehen. (Robin Lipke)

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