Eigentümer investiert 6 Mio. Euro in Geschäftsgebäude an der Friedrich-Ebert-Straße

Viel Holz fürs Colonia-Haus

Ziehen an einem Strang: Der Kasseler Immobilienmakler Michael Homberger (von links), Mitarbeiterin Anke Müller und Eigentümer Klaus Kühlborn wollen das ehemalige Colonia-Haus wieder flottmachen. Blickfang wird eine neue Holzfassade. Foto: Herzog

Kassel. Bald kann der Umbau beginnen: Mehrere Hundert Lastwagenladungen voll Schutt sind in den vergangenen Monaten aus dem ehemaligen Colonia-Haus abtransportiert worden.

Das Hochhaus an der Friedrich-Ebert-Straße 25, das lange Zeit leer stand, wird wieder flottgemacht. In den nächsten Wochen müssen die dunklen Fassadenplatten weichen. Sie sollen durch eine spektakuläre Holzfassade ersetzt werden.

Der Eigentümer, der Spangenberger Unternehmer Klaus Kühlborn (Holzbau Kühlborn), hat das Gebäude gegenüber der alten Hauptpost vor einem Jahr von einer internationalen Investmentgesellschaft erworben. Das Colonia-Haus soll zu einem Aushängeschild seines Unternehmens werden. Umbau und Sanierung des 1960er-Jahre-Baus werden nach Angaben des Zimmermeisters und Restaurators etwa eine Million Euro teurer als geplant. „Es werden wohl sechs Millionen werden“, sagt Kühlborn. Im Oktober sollen die ersten Mieter einziehen.

Ein Großteil der Flächen ist bereits belegt: Im Erdgeschoss wird laut Kühborn das Melsunger Familienunternehmen „Klabundes Backstuben“, das in Nordhessen 15 Filialen unterhält, eine Bäckerei eröffnen. Die international tätige Firma Kieback & Peter (Gebäude-Automation), die in Europa 950 Mitarbeiter beschäftigt, zieht in das erste Obergeschoss. Die Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, bislang an der Jordanstraße 6 ansässig, belegt die beiden Stockwerke darüber. In das vierte Obergeschoss zieht ein in Kassel ansässiges, überregional tätiges Ingenieurbüro ein. Das fünfte Obergeschoss wird der neue Sitz einer Kasseler Hausverwaltung.

Noch zwei Etagen frei

Der in die Projektentwicklung eingebundene Kasseler Immobilienmakler Michael Homberger (HMC Immobilien GmbH) hat die Vermarktung der Flächen übernommen. Lediglich die beiden oberen Etagen und eine weitere Ladenfläche im Erdgeschoss sind noch frei. Sie sollen dann vermarktet werden, wenn sich das Haus mit neuer Fassade präsentiert. Da das Gebäude völlig entkernt wurde, konnten die Mieter die neuen Grundrisse und die Ausstattung mitbestimmen. Die Mietverträge haben laut Homberger eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren.

Nach langer Planung und vielen Abstimmungsgesprächen soll der Bauantrag in den nächsten Tagen eingereicht werden. Die intensive Vorarbeit war auch deshalb nötig, weil der Eigentümer mit der Holzfassade für ein Hochhaus Neuland betritt und Brandschutzfragen geklärt werden mussten. Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern sei sehr gut gewesen, sagt Kühlborn. Er habe viel Unterstützung erfahren.

Von Ellen Schwaab

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