Neues Domizil des Uni-Forschungszentrums beeindruckte Einweihungsgäste

Viel Lob für Kasseler Konzept

Kurt

Kassel. Ein elektronischer Hauswächter sorgt mit Hilfe von Sensoren, Bewegungsmeldern, Smartphones und ausgefeilten Computerprogrammen dafür, dass ältere Menschen länger selbstständig wohnen können. Er schlägt Alarm, wenn Hilfe nötig ist: Das ist keine Zukunftsmusik, sondern im Forschungszentrum für Informationstechnik-Gestaltung (IteG) der Universität Kassel Realität.

Dieser Hauswächter gehörte zu den Forschungsprojekten, die die rund 100 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft bei der Einweihung des neuen Domizils des ITeG an der Pfannkuchstraße, in den umgebauten Räumen der ehemaligen kassenärztlichen Vereinigung, während ihres Rundgangs besonders beeindruckte.

„Das ist ein überzeugendes Konzept, das Impulse gibt.“

Dr. Rolf Bernhardt

Forscher mehrerer Fachgebiete arbeiten Hand in Hand, wenn es darum geht, neue Kommunikationstechniken zu vernetzen und mobile digitale Helfer für den Alltag nutzbar zu machen: Für diesen ganzheitlichen Ansatz der Universität Kassel gab es viel Lob vom Hessischen Wissenschaftsministerium. „Das ist ein überzeugendes Konzept, das Impulse gibt“, sagte Ministerialdirigent Dr. Rolf Bernhardt. In Lehre und Verwaltung sei die Uni Kassel schon immer sehr gut aufgestellt gewesen, meinte der Abteilungsleiter aus Wiesbaden. Nun hole die Hochschule auch bei der Forschung stark auf.

Anwender im Blick

Man wolle neue Technik und Gesellschaft ins Gleichgewicht bringen, sagte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep. Deshalb arbeite man verstärkt anwendungsorientiert, ohne die Grundlagenforschung zu vernachlässigen.

Auf diesem Weg wollen die Forscher im ITeG weitermachen. Man werde sich in Kürze um ein Projekt im Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewerben, kündigte Prof. Kurt Geihs, Sprecher des Loewe-Schwerpunktprogramms Venus.

Die Arbeit an diesem hessichen Exzellenz-Forschungsprojekt hatte 2005 den Grundstein für die Gründung des ITeG gelegt. Die ITeG-Forscher wollen nun helfen, die Anpassung der Gesellschaft an den Klimawandel mit digitalen Programmen kollektiver Intelligenz zu bewältigen. (pdi)

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.