Anwohner fordern: Beim Umbau soll eine Schutzwand errichtet werden – Wohnstätten wollen bezuschussen

Viel Lärm um die Loßbergstraße

KirchDitmold. Im Zusammenhang mit dem im nächsten Jahr beginnenden Umbau der Loßbergstraße ist Kritik von Anwohnern laut geworden. Sie forderten in der Kirchditmolder Ortsbeiratssitzung, zu den bereits geplanten Lärmschutzmaßnahmen einen zusätzlichen Schutzwall zu errichten. Die Vereinigten Wohnstätten haben sich bereit erklärt, den 95 000 Euro teuren Bau finanziell zu unterstützen. Der Ortsbeirat bat nun die Stadt, die Kostenfrage für eine begrünte Lärmschutzwand mit der Wohngenossenschaft zu klären.

Mehr Platz und Entlastung durch eine zusätzliche fünfte Fahrspur sowie einen eigenen Linksabbieger auf die Zentgrafenstraße sollen die Loßbergstraße zwischen Bruchstraße und Teichstraße / Heßbergstraße entzerren. So will es die Stadt, die die Loßbergstraße ab 2012 eineinhalb Jahre lang ausbauen will. Und so will es auch der Ortsbeirat Kirchditmold, der diesem Vorhaben während seiner jüngsten Sitzung zustimmte.

Halbe Million Euro für Schutz

Karl-Heinz Göttlich vom Straßenverkehrsamt hatte dem Beirat das Projekt, das rund fünf Millionen Euro kosten wird, erläutert. Nach Auskunft der Ortsvorsteherin Elisabeth König sind allein eine halbe Million Euro für Lärmschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster und Rollläden vorgesehen.

Viele Anwohner, die zur Sitzung gekommen waren, fürchten zusätzliche Lärmbelästigungen. Cornelia Hold und andere Anwohner der Schmerfeldstraße forderten für sich und ihre Nachbarn eine Lärmschutzwand.

Diese Forderung überzeugte den Ortsbeirat. Zumal die anwesenden Vertreter der Vereinigten Wohnstätten, Tanja Luft und Karl-Heinz Stallmach, signalisierten, sich finanziell an der Lärmschutzwand zu beteiligen, wenn die Stadt diese bauen lasse.

Nach dem Umbau bleibt die Loßbergstraße zwischen Bruchstraße und Teichstraße stadtauswärts zweispurig, neu hinzu kommen ein Radweg und ein Bürgersteig. Platz dafür ergibt die Fläche der früheren Tankstelle, die voriges Jahr abgerissen wurde. Das stillgelegte Trafohäuschen wird abgebaut, das neue ist bereits an der Schanzenstraße errichtet.

Zukünftig zwei Spuren

An der Kreuzung Teichstraße werden sich die Autos, die geradeaus in Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe fahren wollen, künftig auf zwei Spuren verteilen, in Richtung Innenstadt gibt es hier wie bisher den Linksabbieger. Im Bereich vor den farbigen Häusern an der Loßbergstraße sollen ein Bürgersteig, Parkplätze und ein Radstreifen entstehen. Ein Baumstreifen in der Fahrbahnmitte wird beide Fahrtrichtungen trennen. Auch drei neue Fußgängerüberwege mit Ampeln sind geplant: Einer in Höhe der Bruchstraße, einer vom Restaurant in der Heßbergstraße zur gegenüberliegenden Tierarztpraxis und einer an der Kreuzung Zentgrafenstraße.

Von Sabine Oschmann

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