In Waldau erhielten die Grundschule und die OSW eindrucksvolle neue Mensen

Viel Platz fürs Mittagessen

Helle, klare Architektur: Martina Moritz und Rainer Schärer von der Schulleitung freuen sich über die neue Mensa an der Offenen Schule Waldau.

Waldau. Ein Riesenschritt in Richtung Ganztagsschullandschaft und Mittagsverpflegung in Kassel ist jetzt in Waldau getan. Mit Hilfe des Sonderinvestitionspakets von Bund und Land wurden hier zwei architektonisch eindrucksvolle Mensen gebaut.

850 Schüler essen

An der Offenen Schule Waldau handelt es sich um eine vom Kasseler Büro Hegger-Hegger-Schleiff-Architekten entworfene multifunktionale Erweiterung für die bestehende Mensa. Inzwischen bekommen an der OSW alle 850 Schüler mittags ein warmes Essen. Da war es zuletzt beengt in der Gesamtschule an der Stegerwaldstraße. „Der neue Bau ist für uns eine echte Entlastung und erweitert die pädagogischen Möglichkeiten“, sagt Schulleiter Gerhard Vater. Der helle, luftige Bau mit der großen Fensterfront, der sich an das Schulgebäude und die alte Mensa anschließt, dient außerdem als Musikraum - vor allem für die Bläsergruppe - und als Aula. An der OSW heißt er deshalb auch Musikpavillon. Er kann mit Schiebetüren unterteilt und flexibel genutzt werden. Insgesamt wurde die OSW um 160 Quadratmeter Fläche vergrößert. Kosten: 730 000 Euro.

Ohne das große finanzielle aber auch tatkräftige Engagement der Eltern würde die neue Mensa nicht so glänzen, sagt Lehrerin Martina Moritz. 100 000 Euro legten Mensa- und Förderverein auf die Bausumme drauf. Damit konnten unter anderem Leuchten, Mobiliar und Außenarbeiten finanziert werden.

Über einen nicht minder imposanten Mensa-Bau verfügt seit Ende vergangenen Jahres auch die Grundschule Waldau. Dort werden täglich 120 Essensportionen serviert. Tendenz steigend. „Uns kommt es vor allem darauf an, wie gegessen wird“, sagt Schulleiterin Ute Waffenschmidt. Für die Kinder sei der Mittagstisch ein enormer Gewinn. Der in seiner mehrfarbigen Fassade heiter wirkende Kubus auf dem Schulhof an der Görlitzer Straße 30 trägt zum Wohlbefinden bei. Federführend entworfen hat ihn Thomas Fischer vom Atelier 30. Für einen Bauetat von 920 000 Euro ist auf 120 Quadratmetern Nutzfläche plus Küche und Nebenräume ein funktionaler, schöner Saal entstanden. Die Schule nutzt ihn außerdem für Schulfeiern und größere Veranstaltungen.

Stadtkämmerer und kommissarischer Baudezernent Dr. Jürgen Barthel, der jetzt beide Mensen besichtigte, sagte beeindruckt und zufrieden: „Vom Investitionsstau an Schulgebäuden in den 90er-Jahren sind wir inzwischen weit entfernt.“

Von Christina Hein

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