Kasseler Spedition Schmelz investiert 4,5 Millionen Euro in neues Hochregal

Viel Platz im Lagerhotel

Platz für 15 000 Paletten: In das neue Hochregallager der Kasseler Spedition Schmelz haben Geschäftsführer Karl-Heinz Schmelz (links) und Prokurist Wolf-Rüdiger Matthies (rechts) 4,5 Millionen Euro investiert. In der Mitte Prokurist Jens Mlotek. Foto: Koch

Kassel. Insgesamt 4,5 Millionen Euro hat die Kasseler Spedition Schmelz in ein neues Hochregallager an der Mündener Straße im Stadtteil Bettenhausen investiert. Wenn diese Lagerhalle komplett ausgestattet ist, „passen dort bis zu 15 000 Paletten rein“, sagt Firmenchef Karl-Heinz Schmelz über das neue Lagerhotel.

Auf dem Betriebsgelände der größten Spedition in der Stadt an der Miramstraße „waren wir mit der Hallenfläche am Ende“, erklärt Schmelz den Bau des neuen „Warehousing“-Zentrums. Das komplette Lagergeschäft der internationalen Spedition soll demnächst dorthin umziehen. Viele Firmen haben heute keine eigene Lagerhaltung mehr, sondern nutzen die Lagerhotels von Logistik-Dienstleistern, um Händler und Kunden zu beliefern.

Bereits 2007 hatte das Familienunternehmen, das in diesem Jahr das 60-jährige Bestehen feiert, ein rund einen Kilometer vom Firmensitz an der Miramstraße entfernt gelegenes Grundstück an der Mündener Straße gekauft. Innerhalb von knapp fünf Monaten wurde dort seit diesem Frühjahr die neue Lagerhalle mit einer Fläche von 7600 Quadratmetern und einer Innenhöhe von zwölf Metern gebaut, die jetzt fertiggestellt ist.

Auf dem Neubau sowie auf einem Teil der Dachflächen an der Miramstraße hat das Unternehmen zudem 700 000 Euro in Fotovoltaik investiert. Die Solarmodule wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. „Wir machen unseren Strom jetzt selbst“, freut sich der Firmenchef.

270 Mitarbeiter

Die in Niestetal-Heiligenrode gegründete Erich Schmelz GmbH & Co. KG (siehe Chronik) hat derzeit insgesamt 270 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro jährlich. Die Hälfte des Umsatzes wird im internationalen Geschäft vor allem in Europa erzielt, sagt Prokurist Wolf-Rüdiger Matthies.

Bereits seit 1996 besteht eine Kooperation mit dem weltweiten Logistikdienstleister Dachser, für den die Spedition Schmelz als Netzwerkpartner arbeitet, um Kunden in Nordhessen, Südniedersachsen, Ostwestfalen und Thüringen zu bedienen. Im ersten Halbjahr 2011 hat Schmelz 235 000 Sendungen mit einem Gewicht von 300 000 Tonnen befördert.

Zum Fuhrpark gehören aktuell 85 Lastwagen, 90 Sattelauflieger und 130 Wechselcontainer. Der breit gestreute Kundenkreis hat es dem Kasseler Logistikunternehmen ermöglicht, gut durch die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 zu kommen.

Es gab keine Entlassungen, aber seither 20 Neueinstellungen, berichtet Prokuristin Pamela Schmelz-Pfeiffer. Die Spedition bildet selbst junge Menschen aus, die auch fast alle in eine Beschäftigung übernommen werden. Derzeit werden weitere qualifizierte Kraftfahrer und kaufmännisches Fachpersonal gesucht.

Von Jörg Steinbach

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