Viele Interessenten für Gründungszentrum

Rohbau für Science Park steht: Viele Interessenten für Gründungszentrum

So wird der Wissenschaftspark aussehen: Die Computergrafik vermittelt einen Eindruck von dem künftigen Innovations- und Gründungszentrum im Campus Nord der Kasseler Universität. Einzugsfertig soll das Gebäude Anfang 2015 sein. Grafik: nh

Kassel. Wo kluge Köpfe einziehen, die innovative Geschäftsideen entwickeln, muss auch das Gebäude Pfiff haben. Das Gründungszentrum Science Park, das derzeit auf dem ehemaligen Gottschalkgelände in der Nordstadt entsteht, ist nicht nur durch seinen brezelförmigen Grundriss außergewöhnlich.

Auch im Innern zeichnet sich der viergeschossige Bau durch besondere Flexibilität aus: Die Raumaufteilung kann dank versetzbarer Wände je nach Bedarf verändert werden. Gestern wurde Richtfest auf der Baustelle gefeiert, in deren Nachbarschaft auf dem erweiterten Uni-Campus parallel mehrere Gebäude in die Höhe wachsen. Ende 2014 soll der Science Park fertig sein, im Frühjahr 2015 die ersten Gründer und Jungunternehmer einziehen. Für mehr als die Hälfte der Flächen gibt es bereits Mieter, sagen Dr. Oliver Fromm und Dr. Gerold Kreuter, die Geschäftsführer der Science Park GmbH. Der Science Park ist ein gemeinsames Projekt von Universität und Stadt Kassel. Den Löwenanteil der Baukosten von 15,3 Mio. Euro schultern Stadt und Land, die Uni gibt eine halbe Million Euro dazu.

Viele der künftigen Mieter verschafften sich gestern bei einem Rundgang durch den Rohbau mit Architekt Stephan Birk von dem Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel einen Eindruck ihres künftigen Arbeitsplatzes. Mit ein wenig Fantasie kann man sich schon vorstellen, wie attraktiv der Komplex wird. Auch dank der beiden Innenhöfe, die nicht nur als Treffpunkt in den kreativen Pausen der Gründer fungieren sollen, sondern auch zusätzlich Tageslicht in das Gebäude fallen lassen.

Stephan Birk

Einer der zukünftigen Mieter ist die Firma Yatta Solutions, die vor fünf Jahren von Absolventen der Uni Kassel gegründet wurde und derzeit an der Marbachshöhe sitzt. Geschäftsführer Johannes Jacop ist überzeugt von dem neuen Standort: „Das wird hier der Hot-Spot für innovative und wachstumsstarke Gründungsunternehmen.“ Die Nähe zum Campus, die moderne Ausstattung des Gebäudes und das Netzwerk gleichgesinnter Jungunternehmer habe den Ausschlag gegeben, in den Science Park umzuziehen, sagt Jacop. Auch als schon etabliertes Jungunternehmen - Yatta Solutions hat bereits 21 Mitarbeiter und wächst weiter - könne man im Science Park auf neue Ideen stoßen.

Innenhof als Treffpunkt: In dem brezelförmigen Gebäude gibt es viel Tageslicht - auch dank der beiden Höfe im Innern. Foto:  Koch

Während das Softwareunternehmen einer der größeren Nutzer sein wird, will Nadja Porsch für ihr Ein-Frau-Unternehmen für textiles Produktdesign mit 15 Quadratmetern nur eine kleine Einheit mieten. „Ich brauche nur meinen Kopf, einen Computer und meine Näh- und Stickmaschine“, sagt die 32-Jährige aus Espenau. Sie verspricht sich vom Science Park vor allem „ein kreatives Miteinander“. Dass auch die Wissenstransfergesellschaft Uni-Kassel-Transfer mit der Gründungsberatung Inkubator sowie die Patentvermarktung Gino direkt vor Ort sitzen, bedeute für Gründer zudem eine tolle Unterstützung, weiß die Jungunternehmerin aus Erfahrung.

Von Katja Rudolph

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