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Städtische Werke ziehen positive Bilanz der Freibadsaison in Kassel: Viel Sonne, viele Badegäste

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Volle Becken: Besonders zu Beginn der Hitzewelle suchten viele Menschen eine Abkühlung in den Kasseler Freibädern, hier im Auebad. ARCHIV
Volle Becken: Besonders zu Beginn der Hitzewelle suchten viele Menschen eine Abkühlung in den Kasseler Freibädern, hier im Auebad. ARCHIV © Dieter Schachtschneider

Über 335.000 Menschen haben in der Freibadsaison, die am Sonntag endet, die Bäder in Kassel besucht.

Kassel – Wer in diesem Jahr noch seine Bahnen in den Kasseler Freibädern ziehen möchte, der muss das bis zum Sonntag, 4. September, erledigen. Danach werden die Freibäder in Wilhelmshöhe, in Harleshausen und der Außenbereich des Auebads nämlich planungsgemäß geschlossen.

Heiko Meckbach, Leiter des Auebads, ist mit der diesjährigen Freibadsaison sehr zufrieden. „Das war eine erfolgreiche Saison, in der unsere Kollegen einen richtig guten Job gemacht haben.“ Seit Anfang Mai besuchten 335 696 Badegäste (Stand 28. August) die Freibäder, den Innenbereich des Auebads sowie das Hallenbad Süd. Damit waren die Besucherzahlen deutlich höher als in den vergangenen zwei Jahren, als es Einschränkungen wegen Corona gegeben hat. Die Besucherzahlen überstiegen leicht das Niveau von 2019, dem Jahr vor der Pandemie. Damals wurden 317 000 Besucher gezählt.

Der lange und heiße Sommer habe zu dem Ergebnis beigetragen, so Meckbach. Auffällig sei, dass die Menschen besonders in der ersten heißen Phase des Sommers die Freibäder häufig besucht hätten. In den vergangenen Wochen, in denen das Wetter auch noch gut gewesen ist, habe die Zahl der Badegäste allerdings abgenommen. Wenn es über einen langen Zeitraum sommerliches Wetter gebe, dann seien die Menschen irgendwann gesättigt, so Meckbach.

Dieses Phänomen habe sich auch bei den kostenlosen Schwimmbadbesuchen für Kinder und Jugendliche bis 16 gezeigt, so Meckbach. Zuletzt seien da die Kontingente nicht immer ausgeschöpft worden.

Auf Initiative von Oberbürgermeister Christian Geselle durften seit den Osterferien Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren kostenfrei die Kasseler Bäder besuchen. Zunächst ohne Obergrenze. Als es dann aber aufgrund zu vieler junger Badegäste zu Schwierigkeiten, vor allem im Auebad kam, hatten die Städtischen Werke das Angebot Ende Mai beschränkt. Seitdem gab es pro Tag nur noch 300 Freikarten für Kinder und Jugendliche bis 16 im Auebad sowie in den beiden Freibädern in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen. Zudem müssen sich die Kinder und Jugendlichen seitdem online anmelden und registrieren lassen. Die Städtischen Werke stockten darüber hinaus das Personal für Reinigung und Aufsicht auf. Zudem wurden Security-Kräfte in den Bädern eingesetzt. Durch diese Maßnahmen habe sich die Situation wieder gebessert, so Meckbach.

Er kündigt an, dass nach den Sommerferien kein Security-Personal mehr in den beiden Hallenbädern eingesetzt wird. Dort gibt es zunächst bis zum Jahresende die limitierten Freikarten für die jüngeren Besucher.

Während der Sauna-Bereich im Auebad bereits geschlossen wurde, um Energie zu sparen, gebe es aktuell keine Pläne, dass die beiden Hallenbäder im Herbst beziehungsweise Winter ebenfalls dichtmachen, so ein Sprecher der Stadt Kassel.

Dass der Betrieb von Bädern viel Energie kostet, machen folgende Zahlen deutlich: Im Hallenbad Süd werden zum Beispiel pro Tag 23 Kubikmeter Wasser, 1360 Kilowattstunden (kWh) Fernwärme sowie 1100 kWh Strom verbraucht. „Das entspricht dem Stromverbrauch eines Singlehaushaltes von einem ganzen Jahr“, so Ute Orgir, Sprecherin der Städtischen Werke. Im wesentlich größeren Auebad liege der Verbrauch natürlich entsprechend höher. (Ulrike Pflüger-Scherb)

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