4000 Besucher kamen zur Bike-Expo, wo sieben Händler das Neueste rund ums Rad zeigten

Viel Technik für Fahrradfans

Begeisterte Radler: Magnus Koch und Partnerin Lilli Beck nehmen ein Mountainbike aus der aktuellen Händlerkollektion unter die Lupe. Im Urlaub geht es für die beiden zum Biken ins Gebirge, im Alltag sitzt Töchterchen Mila im Fahrradanhänger. Fotos:  Koch

Kassel. Die Fahrradsaison rückt näher, und viele Kasseler scheinen das kaum erwarten zu können: Dichtes Gedränge herrschte am Sonntag bei der Bike-Expo im Autohaus Hessenkassel an der Leipziger Straße, wo sieben regionale Fahrradhändler die neuesten Trends rund ums Rad präsentierten. Etwa 4000 Besucher informierten sich dort.

Versierte Amateurradsportler entdeckten manch neues, kostspieliges Objekt der Begierde. Und Gelegenheitsradler staunten, wie viel Hightech inzwischen auch in Alltagsfahrrädern steckt. Schwung ins Geschäft bringt der ungebrochene Trend zur elektrischen Strampel-Unterstützung. Was anfangs vornehmlich für Tourenradler im vorgerückten Alter von Interesse war, breitet sich nun in andere Fahrradsparten aus. Auch die Hersteller von Mountainbikes etwa setzen verstärkt auf E-Bike-Technik, wie man an etlichen Ausstellungsrädern fürs Gelände sehen konnte.

„Da hat sich technisch eine Menge getan“, sagte Aussteller Phil Neddermann: Bei den Akkus seien Reichweiten jenseits von 100 Kilometern kein Problem mehr. Und designorientierte Edel-Elektrobikes wie der von Neddermann gezeigte „Stromer“ aus der Schweiz würden inzwischen sogar per Leasingvertrag angeboten – als Alternative zum Firmendienstwagen für den Stadtverkehr. Wer sich privat für runde 4500 Euro so ein ökotechnisches Prestigeobjekt zulegt, „der hat meist schon ein teures Auto und vielleicht noch ein Motorrad in der Garage stehen“, beschreibt der Händler den angepeilten Kundenkreis.

Aber nicht jeder will mit Akku-Schub radeln. „Bei uns geht das noch mit Muskelkraft und dicken Oberschenkeln“, sagte Magnus Koch, der sich mit Partnerin Lilli Beck bei der Bike-Expo umschaute. Als begeisterte Radler fahren sie jedes Jahr zum Moutainbiken ins Gebirge, bei Touren daheim haben sie Töchterchen Mila per Rad-Anhänger im Schlepp. Mit Freunden plant Magnus Koch derzeit eine Alpenüberquerung auf zwei Rädern – da war am Sonntag Gelegenheit, noch einiges an Ausrüstung und Zubehör zu begutachten und auf die Besorgungsliste zu setzen. Es gebe ja ständig technische Neuerungen für ambitionierte Radler – „da macht die Industrie auch ihre Geschäfte“.

Aber so eine Sattel-Schnellverstellung, mit der man in voller Fahrt die Sitzhöhe absenken kann, sei nun mal praktisch auf Bergab-Strecken in den Alpen. Und deshalb will Koch sie natürlich auch haben.

Von Axel Schwarz

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