Caritasverband Nordhessen: Annahme pausiert eine Weile

Viele Kasseler spenden Kleidung: Kleiderkammern für Flüchtlinge gefüllt

Blick in die Kleiderkammer im ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld: Die abgegebenen Kleidungsstücke und andere Sachen türmen sich zurzeit. Ehrenamtliche werden sie in den nächsten Tagen und Wochen sichten und sortieren. Fotos: Schachtschneider

Kassel. „Die Hilfsbereitschaft in Kassel den Flüchtlingen gegenüber ist wirklich groß“, sagt Hilla Zavelberg-Simon vom Caritasverband Nordhessen-Kassel. Sie zeigt auf die gefüllten Regale in den Räumen der Kleiderkammer in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld.

Flüchtlinge in Kassel, rund tausend Menschen, können sich hier zu vorgegebenen Öffnungszeiten kostenlos Kleidung holen. Die gebrauchten Kleider sind ebenso wie Fahrräder, Kinderwagen und Spielzeug Spenden aus der Bevölkerung.

Nachdem die Caritas in den vergangenen Wochen in der HNA zu Kleiderspenden aufgerufen hatte, erfuhren die Ehrenamtlichen vor Ort eine Welle an Reaktionen. „Dafür bedanken wir uns“, sagt Hilla Zavelberg-Simon. „Aber jetzt müssen wir erst einmal die vielen Kleidersäcke leeren und sichten und die Kleidung zusammenlegen. Deshalb benötigen wir eine Pause bei der Kleiderannahme“, sagt die Sozialpädagogin. „Im Moment haben wir genügend Kleidungsstücke. Wir bedanken uns bei allen Spendern und pausieren zwei, drei Wochen darin, Kleidung anzunehmen.“

Derweil sind die ehrenamtlichen Helfer wie Sabine Wilms, die im Stadtteil wohnt, und Caritas-Praktikantin Sophia Schönig mit Bienenfleiß damit beschäftigt, die Kleidungsstücke zu sortieren. In den Regalen liegen sie ordentlich nach Kleidergrößen gestapelt. Apropos Größen: Ein Mangel unter den Kleiderspenden sind – naturgemäß – Anzüge für Männer in kleineren Größen, sagt Sabine Wilms. Denn umgearbeitet werden die Kleiderspenden nicht. Sie müssen den Flüchtlingen schon passen.

Anders bei den Fahrrädern. Hier werden von Helfern kleine Reparaturen vorgenommen. Nebenan in der Fahrradwerkstatt wird fleißig gearbeitet. Der 43-jährige Azis Nadja aus Algerien ist hier im ehrenamtlichen Einsatz. „Ich mache das sehr gern“, sagt er.

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