Bergpark, Karlsaue und den Museen

Sanierung von Museen und Denkmälern: Vieles ist geschafft, viel ist zu tun

Kassel. Über 100 Millionen Euro seien in den vergangenen neun Jahren bereits in die Kasseler Museen und Denkmäler geflossen, teilt die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) auf HNA-Anfrage mit.

Dass der Rest des Geldes nicht ausreicht, um alle ursprünglich geplanten Projekte umzusetzen, ist seit den Kostenexplosionen bei der Sanierung von Herkules (30 statt 21 Mio. Euro), Neuer Galerie (25 statt 16 Mio.) und Löwenburg (28 statt 19,5 Mio.) klar.

Weil sich nicht nur die Baukosten und Zeitpläne mehrfach verändert haben, geben wir einen Überblick, was nach aktuellem Planungsstand der MHK in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

Die MHK hatte aber bereits deutlich gemacht, dass insbesondere die Sanierung der witterungsempfindlichen Tuffstein-Bauwerke im Bergpark eine Daueraufgabe sei, die auch nach Abschluss des Landesprogramms die MHK beschäftigen werde. Hier die Übersicht der laufenden und bevorstehenden Bauprojekte:

• Herkules: Die bereits seit sieben Jahren laufende Sanierung soll noch bis 2018 dauern. Sie war zuletzt mit 30 Mio. Euro kalkuliert worden.

• Löwenburg: Die Sanierung der Burg sowie der Wiederaufbau des Bergfriedes sollen 2015 beginnen und etwa vier Jahre dauern. Es ist nach dem Herkules das zweitgrößte Projekt im Bergpark. Bereits seit 2013 laufen Vorarbeiten. Die Kosten sind mit 28,1 Mio. Euro beziffert. Weil ein beauftragtes Planungsbüro pleitegegangen war, hatten sich die Arbeiten verzögert.

• Vexierwassergrotte und Plutogrotte: Die Sanierung der Grotten soll noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Für die Sanierung der Grotten und der Wasserwege im Bergpark kalkuliert die MHK mit zehn Mio. Euro.

• Ballhaus: Die Restaurierung und technische Ertüchtigung des Ballhauses soll bereits im Juli 2014 beginnen und bis 2016 dauern.

• Gartenbetriebshof: Der Bau eines Gartenbetriebshofes am Parkplatz Ochsenallee soll 2015 beginnen und bis 2017 dauern. Die MHK plant mit 4,9 Mio. Euro Baukosten. Bislang ist der Gartenbetriebshof in der Reithalle am Marstall untergebracht. Die Reithalle soll aber zu einem Veranstaltungsort umgebaut werden.

• Reithalle: Die Reithalle am Marstall soll ab 2017, wenn der Gartenbetriebshof fertig ist, zu einem Veranstaltungsraum umgebaut werden. Kalkulierte Kosten: 835 000 Euro.

• Hessisches Landesmuseum: Die seit 2013 laufende Sanierung des Museums soll im Herbst 2015 fertig sein. Die Baukosten liegen bei 30 Mio. Euro.

• Zwehrenturm am Fridericianum: Erste Sicherungsarbeiten an dem 1330 erbauten Turm laufen bereits. Bis 2017 – vor der documenta 14 – sollen diese abgeschlossen sein.

• Weißensteinflügel Schloss Wilhelmshöhe: Die Planung für die Sanierung der Fassade soll 2015 stattfinden. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, ist noch unklar.

• Parkplatz Ochsenallee: Die Neugestaltung läuft in zwei Abschnitten, um die Beeinträchtigung während der Wasserspielsaison gering zu halten und möglichst alle Stellplätze anbieten zu können. Der erste Bauabschnitt beginnt im Oktober/ November, nach Abschluss der Saison 2016 soll der Umbau beendet sein.

• Nebengebäude Kaskadenwirtschaft: Toilettengebäude soll 2015 saniert werden.

• Karlsaue: Für die Instandsetzung des Bewässerungssystems in der Karlsaue ist dieses Jahr mit den Planungen begonnen worden.

• Bergpark: Erneuerung der Wasserversorgung und Entsorgung im Park läuft.

Von Bastian Ludwig

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