Vier Säulen der plastischen Chirurgie

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Optimale Ergebnisse: Individuelle, auf den Patienten zugeschnittene Behandlungen und chirurgische Lösungen werden in der Klinik von Prof. Dr. Goetz A. Giessler (Foto) und seinem Team gemeinsam mit den Patienten erarbeitet.

Klinik im Fokus: Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie

Bei dem Thema plastische Chirurgie denken die meisten Menschen zuerst an sogenannte Schönheitsoperationen: Brustvergrößerung, Face-Lifting, Fettabsaugung und anderes. Dass die plastische Chirurgie aber sehr viel mehr als nur das ist, und dass die – im Fachjargon genannte ästhetische Chirurgie – nur ein Teil davon ist, darüber sprachen wir mit dem Direktor der Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie am Klinikum Kassel, Prof. Dr. Goetz A. Giessler.

Die plastische Chirurgie ist ein weites Feld – welches medizinische Spektrum decken Sie in Ihrer Klinik ab? 

Prof. Dr. Giessler: „Die moderne plastische Chirurgie, so wie wir sie hier im Haus seit sieben Jahren etabliert haben, besteht aus vier Säulen. Dazu zählen die rekonstruktive, also die wiederherstellende Chirurgie, die ästhetische Chirurgie, die Handchirurgie und die Verbrennungsmedizin. Innerhalb der Klinik sind wir das Bindeglied zwischen allen medizinischen Fachrichtungen. Das ist ganz entscheidend für unsere Patienten, denn die können im Haus bleiben und müssen für Weiter- beziehungsweise Anschlussbehandlungen nicht in andere Kliniken.“

Was genau meinen Sie mit Weiter- oder Anschlussbehandlungen? 

Prof. Dr. Giessler: „Damit meine ich Patienten, die nach der Behandlung einer Erkrankung oder eines Unfalls zu uns kommen. Ein Beispiel: Wenn eine Frau nach ihrer Brustkrebserkrankung unter einem Lymphödem im Arm leidet, sind wir in der Lage, das Problem zu lösen. Wir können das in diesem Bereich nicht mehr funktionierende Lymphsystem wiederherstellen. Mit einer speziellen Fluoreszenzkamera suchen wir die Lymphbahnen und können sie supramikrochirurgisch verlegen oder Lymphknoten transplantieren. Zur Veranschaulichung: Die Fäden, die wir dabei verwenden, sind ein Fünftel so dick wie ein Haar. Das kann mit einer Brustrekonstruktion direkt kombiniert werden.“

Welchen Stellenwert nimmt die Handchirurgie ein? 

Prof. Dr. Giessler: „Einen großen. Die Handchirurgie ist ein klassisches Element innerhalb der plastischen Chirurgie. Wir sind auch in diesem Bereich sehr etabliert. Beispielsweise sind wir in Hessen eines von wenigen Krankenhäusern, in dem man in der Lage ist, aus einem Zeh einen verlorenen Finger zu ersetzen. Korrekturen von angeborenen Handfehlbildungen, Wiederherstellung der Funktion nach Lähmungen der Hand- und Unterarmnerven, Handwurzelchirurgie und Handverjüngung sind weitere Bereiche, die bei uns inzwischen routinemäßig behandelt werden.“ 

Die vierte Säule ist die Verbrennungsmedizin. Was passiert hier? 

Prof. Dr. Giessler: „Wir arbeiten in diesem Bereich eng mit dem Zentrum für schwerbrandverletzte Kinder, das im Klinikum ansässig ist, zusammen. In der Praxis führen wir alle plastischchirurgischen Behandlung akuter Verbrennungen durch. Die Entfernung von Narbenplatten, Kontrakturauflösungen und die Korrektur von entstellenden Gesichtsverbrennungen gehören außerdem dazu.“ (veg) 

Zur Person 

Prof. Dr. Goetz A. Giessler ist in Kassel geboren und in Murnau aufgewachsen. Nach dem Medizinstudium in Frankfurt, München, in den USA und Südafrika hat er seine Facharztausbildung für Plastische Chirurgie an den Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken in Murnau und Ludwigshafen absolviert. Dort war er vor seiner jetzigen Funktion als Oberarzt tätig und erlangte auch die Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Seit Anfang 2009 war der Mediziner an der BGU Murnau in verantwortlicher Position tätig. Als Leitender Arzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie war er dort auch für den Aufbau der interdisziplinären Kooperation mit dem Klinikum Garmisch in den Bereichen Gynäkologie (Rekonstruktion der Brust) und Allgemeinchirurgie (Rekonstruktion nach großen Tumoroperationen) verantwortlich. Er ist Mitglied renommierter Verbände und Gesellschaften im In- und Ausland, darunter dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. sowie der American Society of Plastic Surgeons. Prof. Dr. Giessler wird in der Focus-Ärzteliste auch in diesem Jahr als Top-Mediziner gelistet.

Behandlungsspektrum 

Die Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie am Klinikum Kassel bietet alle Bereiche der plastischen Chirurgie auf höchstem medizinischem Niveau an. Besondere Schwerpunkte sind die Rekonstruktion großer Weichteil- und Knochendefekte nach Unfällen oder Tumorentfernungen und die Behandlung chronischer Wunden. Zudem gehört die Rekonstruktion der weiblichen Brust nach Brustkrebs mit körpereigenem Gewebe zu den wesentlichen Aufgaben. Klinikdirektor ist seit dem Jahr 2013 Prof. Dr. Goetz A. Giessler. Der Mediziner besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Hessischen Landesärztekammer für den Facharzt Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie für die Zusatzbezeichnung Handchirurgie. Aufgrund dieser Qualifikation können angehende Fachärzte in seiner Klinik im Bereich plastische Chirurgie komplett ausgebildet werden. 

Sprechstunde  

Die Klinik bietet Spezialsprechstunden für Ästhetische Chirurgie („Schönheitschirurgie“), eine Lipödemsprechstunde sowie eine Spezialsprechstunde zu Lymphödemen an. Termine können telefonisch vereinbart werden.

Kontakt 

Prof. Dr. Goetz A. Giessler

Direktor der Klinik für Plastisch-rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurg

Klinikum Kassel

Mönchebergstraße 41-43, 34125 Kassel 

Tel. 05 61 / 9 80 38 10, -38 11 oder -30 01

E-Mail: goetz.giessler@klinikum-kassel.de 

homepage: klinikum-kassel.de/plc

 

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