Große HNA-Aktion gegen die Engpässe bei Blutkonserven

An vier Tagen Blut spenden im August

Rainer Riedinger

Kassel. Regelmäßige Blutspender haben sich den Termin schon vorgemerkt: Bereits zum 14. Mal in Folge findet vom 19. bis 22. August die große HNA-Blutspendeaktion statt. Sie wurde – zunächst als Mitarbeiteraktion – ins Leben gerufen, weil gerade in den Sommerferien Blutkonserven häufig knapp werden.

An den vier Tagen kann jeweils von 10 bis 20 Uhr in den Räumen des Kasseler Regierungspräsidiums am Steinweg gespendet werden. Auch diesmal wird die Initiative von der Kurhessen-Therme und dem Kino Cineplex-Capitol unterstützt, die als Dankeschön für die Spender eine Vier-Stunden-Plus-Karte (mit einem exklusiven Überraschungs-Schmankerl) oder zwei Kinokarten stiften. Blut spenden dürfen gesunde Menschen zwischen 18 und 71 Jahren mit mindestens 50 Kilogramm Körpergewicht. Erstspender dürfen aber nicht älter als 65 Jahre sein. Zwischen zwei Blutspenden sollten mindestens 56 Tage Abstand liegen.

Im vorigen Jahr spendeten 4338 Menschen aus Stadt und Kreis Kassel sowie anderen nordhessischen Regionen in den Räumen des Kasseler Regierungspräsidiums. Besonders erfreulich: Die Zahl der Erstspender war mit 537 auch im vergangenen Jahr im Vergleich zu anderen Blutspendeterminen wieder relativ hoch. Zwölf Prozent der Spender waren 18 bis 25 Jahre alt. „Wir sind auf mehr junge Spender angewiesen und hoffen auch in diesem Jahr wieder auf viele Erstspender“, sagt der Regionalleiter des DRK-Blutspendedienstes, Rainer Riedinger.

Aufgrund der demografischen Entwicklung sei das Spendenaufkommen bei den DRK-Blutspendediensten um 3,5 Prozent zurückgegangen. Vor allem in der warmen Jahreszeit und auch in den Ferien sinke die Spendenbereitschaft erfahrungsgemäß. Der Blutbedarf habe wegen des medizinischen Fortschritts hingegen zugenommen. Viele Krebspatienten, Unfallopfer oder Patienten, die operiert werden müssen, sind auf lebensrettende Blutprodukte angewiesen.

Transfusionsmedizin

Die Transfusionsmedizin habe auf den Spendenrückgang mit Patientenblut-Management-Programmen zur Reduzierung des Blutverbrauchs und zum verantwortungsvollen Umgang mit dem wertvollen Lebenssaft reagiert. Ohne die freiwilligen Blutspenden aber sei die Versorgung der Krankenhäuser nach wie vor nicht möglich, betont Riedinger.

Trotz des teilweise schon sommerlichen Frühlingswetters in den vergangenen Wochen gebe es zurzeit glücklicherweise beim DRK-Blutspendedienst noch keine Engpässe bei den Blutkonserven. (hei) Archivfoto:  Ludwig

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