Schüler des Schüler Forschungzentrums

Vier Teams qualifizierten sich für Bundesentscheid von Jugend forscht

Dem Brustkrebs auf der Spur: Jule Thaetner hat Patientinnen mit der Wärmebildkamera untersucht. Archivfoto: Dilling

Kassel/Darmstadt. Erfolgsmeldung aus dem Schülerforschungszentrum: Beim Landesentscheid des Wettbewerbs Jugend forscht landeten vier Teams aus Nordhesssen auf ersten Plätzen.

Sie haben sich damit für den Bundesentscheid im Mai qualifiziert.

Insgesamt erzielte das Schülerforschungszentrum (SFN) vier Landessiege in Biologie, Chemie, Physik und für die beste fachübergreifende Arbeit, zwei zweite Plätze in Technik und Chemie sowie neun Sonderpreise, darunter fünf hochwertige Forschungspraktika. Bei den Erstplatzierten Jugnforschern handelt es sich um folgende Teams:

• Im Fachgebiet Biologie siegten Jessica Grabowski (18), Annalena Bödiker (19) und Filicia Walter (19, alle Jacob-Grimm-Schule) mit ihrer Arbeit zum Thema „Gentest auf Rosenkohltoleranz“

Die Schülerinnen beobachteten bei einem Selbsttest, dass je eine von ihnen den Bitterstoff PTC intensiv bitter, leicht bitter oder gar nicht schmeckte. Sie erforschten das Phänomen und entdeckten dabei die weitere, bislang unbekannte genetische Variante des „Halb-Schmeckers“.

Erforschten Bitterstoffrezeptoren: Jessica Grabowski, Annalena Bödicker und Filicia Walter (von links).

• Die beste interdisziplinäre Arbeit im Fachgebiet Biologie lieferte Jule Thaetner (18, Elisabeth-Knipping-Schule) ab.

Sie forschte zum Thema „Temperatur messen – Brustkrebs erkennen“. Dabei suchte sie nach einer Alternative zum Mammografie-Screening zur Brustkrebs-Erkennung. Die Schülerin entwickelte ein thermografisches Messverfahren, bei der Krebszellen mit Wärmebildaufnahmen von gesunden Zellen unterschieden werden.

• Im Fachgebiet Chemie kamen Lena Kemper (18), Gyulten Mangova (17), Luisa Gagalik (18, alle Jacob-Grimm-Schule) auf den ersten Platz. Thema ihrer Arbeit: „Feinste Platinteilchen für saubere Luft“.

Sie haben ein chemisches Verfahren entwickelt, um winzige Nanopartikel aus Platin für Katalysatorbeschichtungen herzustellen.

• Jochan Brede (16, Engelsburg), Tristan Brechtken (16, Herderschule), Jannik Meyer (16, Jacob-Grimm-Schule) trugen den Sieg im Fachgebiet Physik davon. Das Team forschte zum Thema „Laserflecken zu Messzwecken“.

Sie untersuchten den sogenannten Speckles-Effekt, der durch Beugung und Interferenz Lichts der gleichen Wellenlänge entsteht, sowohl experimentell als auch mittels Simulationen. Dabei entwickelten sie eine Theorie, wie sich die Rauigkeit oder Struktur von Oberflächen bestimmen lässt.

Der Wettbewerb fand beim Darmstädter Wissenschaftsunternehmen Merck statt. Insgessamt 14 Jungforscher haben sich für das Bundesfinale Ende Mai, ebenfalls in Darmstadt, qualifiziert.

Zwei Tage lang haben 76 Nachwuchswissenschaftler (33 Mädchen und 43 Jungen) aus Hessen ihre 39 zukunftsweisenden Projekte einer Fachjury und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Schüler, Auszubildenden und Studenten bis 21 Jahre traten in sieben Fachgebieten an. Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester wissenschaftlicher Nachwuchswettbewerb: Im 53. Jahr hatten sich deutschlandweit knapp 12 000 Teilnehmer angemeldet, darunter 582 in Hessen. 

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