Reaktion auf steigende Anzahl

Vier weitere Heime für Flüchtlinge: Unterkunft auch im Villenviertel Mulang

Kassel. Um auf die steigende Zahl der Flüchtlinge zu reagieren, wird die Stadt Kassel in den nächsten Monaten vier weitere Gemeinschaftunterkünfte eröffnen. Das teilte Sozialdezernent und Kämmerer Dr. Jürgen Barthel am Dienstag mit.

Die Flüchtlinge sollen in dem Schwesternwohnheim des ehemaligen Kinderhauses Park Schönfeld in der Südstadt (150 Plätze), in einem Gebäude der ehemaligen Graf-Haeseler-Kaserne in Niederzwehren (195 Plätze) sowie in zwei Mehrfamilienhäusern am Wahlebachweg im Stadtteil Forstfeld (18 Plätze) sowie an der Kurhausstraße in Bad Wilhelmshöhe (20 Plätze) untergebracht werden. In dem Haus in Wilhelmshöhe sollen die ersten Flüchtlinge bereits am Mittwoch einziehen.

Zudem habe der Magistrat beschlossen, dass die Heinrich-Steul-Schule (Forstfeld) bis Ende 2019 als Flüchtlingsheim genutzt wird. Ursprünglich sollte diese Unterkunft Ende des Jahres geschlossen werden. Durch die vier neuen Unterkünfte und die weitere Nutzung der Steul-Schule könne „vorerst aber darauf verzichtet werden“, einen Wohncontainer für Asylanten an der Bunsenstraße zu errichten. Damit berücksichtige man die besondere Situation in der Nordstadt, sagt Barthel.

Mit Gemeinschaftsunterkünften in Bad Wilhelmshöhe (2), Harleshausen (2), Südstadt (1), Wehlheiden (1), Niederzwehren (1) und Forstfeld (2) würden die Flüchtlinge nahezu im gesamten Stadtgebiet „menschenwürdig und angemessen“ verteilt. Derzeit leben 682 Flüchtlinge in Kassel, bis zum Jahresende werden weitere 130 und im ersten Halbjahr 2015 voraussichtlich weitere 300 Aslybewerber in Kassel erwartet.

Ursprünglich hatte die Stadt dafür Ausgaben von 1,7 Millionen Euro für das Jahr 2015 veranschlagt, jetzt gehe man von Mehrausgaben in Höhe von 1,3 Mio. Euro aus. Barthel erwartet aber einen Ausgleich der Kosten durch Land und Bund.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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