Immovation AG investiert acht Mio. Euro auf früherem Gelände der Jägerkaserne

Villen statt Panzergaragen

Abriss: Arbeiter haben bereits damit begonnen, frühere Panzergaragen auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne in Wehlheiden abzureißen. Dort sollen drei neue Stadtvillen gebaut werden. Andere Gebäude bleiben erhalten und werden umgebaut. Foto: Herzog

Wehlheiden. Wo früher Panzer rollten, sollen schon bald Stadtvillen entstehen. Die Immovation AG hat einen Teil des Geländes der ehemaligen Jägerkaserne im Kasseler Stadtteil Wehlheiden gekauft und will dort neue Wohngebäude errichten. Insgesamt investiert der Kasseler Immobilien-Entwickler acht Millionen Euro an der Bosestraße.

Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Derzeit werden Panzerhallen abgerissen. Aber Immovation will auch vorhandene Bausubstanz erhalten. Drei Gebäude der ehemaligen Kasernenanlage werden saniert und zu Mietwohnungen umgebaut.

Ferner sollen während der ersten Bauphase drei neue Stadtvillen entstehen. Die Immobilien darin sollen nicht nur vermietet, sondern auch verkauft werden. Wegen der attraktiven Lage in der Nähe zum Park Schönfeld rechnet Lars Bergmann, Finanzvorstand der Immovation AG, mit reger Nachfrage. Fertig werden sollen die neuen Gebäude voraussichtlich Ende 2011.

Ab Herbst dieses Jahres solle die zweite Bauphase beginnen. Dabei sollen denkmalgeschützte Kasernengebäude revitalisiert werden. Dieser Teil des Projekts ist laut Bergmann aus steuerlichen Gründen interessant für Investoren.

Für die Immovation AG ist es nicht das erste Projekt dieser Art, sie hat sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Immobilien spezialisiert. Ein weiteres Projekt ist derzeit das ehemalige Gebäude der Bereitschaftspolizei an der Samuel-Beckett-Anlage im Vorderen Westen. Dort entstehen ebenfalls Mietwohnungen.

Finanziert werden die Projekte mit Geld vom Kapitalmarkt. Die Immovation AG hat dazu Immobilienfonds aufgelegt.

In der Nachbarschaft unterhält der Arbeitstherapeutische Verein den Werkhof Park Schönfeld. In der Einrichtung sind 40 Plätze für geistig Behinderte, die dort wohnen und arbeiten. Von den Neu- und Umbauten ist der Werkhof nicht betroffen. Im Gegenteil, dort hieß es, man freue sich auf die neue Nachbarschaft. HINTERGRUND

Von Claas Michaelis

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