Kleinere Ausbrüche gemeldet

Magen-Darminfektionen haben Saison: Viren gefährden Kinder

Wärmflasche gegen Bauchschmerzen: Die Symptome eine Noroviren-Infektion sind sehr unangenehm.

Kassel. Viele Menschen in Stadt und Landkreis Kassel leiden derzeit unter Durchfall und Erbrechen. Symptome, die darauf hindeuten, dass die Noroviren in diesen Tagen und Wochen aktiv sind, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Dr. Karin Müller.

Offiziell bei der Behörde gemeldet werden allerdings nur die laborbestätigten Fälle und Krankheits-Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen. So seien aktuell in einigen Krankenhäusern kleine Ausbrüche von Noroviren gemeldet worden. Auch ein Kindergarten in der Region Kassel sei betroffen.

Die Erkrankungsfälle zeigen, dass vor allem Kinder und ältere Menschen betroffen sind. Doch gerade für vorerkrankte und ältere Menschen sowie für Kinder kann der Flüssigkeitsverlust mitunter zu ernsten Komplikationen führen, betont die Leiterin des Gesundheitsamtes.

Bei stärkeren Durchfällen und Erbrechen bei Babys und Kleinkindern sollte so schnell wie möglich ein Kinderarzt aufgesucht werden, empfiehlt die Amtsärztin. Bei normal-gesunden Menschen sind die unangenehmen und mitunter schwächenden Symptome indes meist nach zwei bis drei Tagen wieder verschwunden.

Starker Durchfall und schweres Erbrechen sind die wichtigsten Symptome der Erkrankungen, die meist durch Noro- aber auch durch Rotaviren verursacht werden. Wobei schwallartiges plötzliches Erbrechen typisch für eine Norovirus-Erkrankung sei.

Übertragen werden die Viren vor allem durch die Hände, aber auch durch kleinste Partikel, die beim Erbrechen in die Luft gelangen können. Händewaschen ist deshalb die beste Vorbeugung. Auch sollte man Flächen, die mit Erbrochenem und Stuhl in Kontakt gekommen sind (wie zum Beispiel Toiletten), gründlich reinigen, rät Müller. Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, dürfen Kinder erst dann wieder den Kindergarten besuchen, wenn sie symptomfrei sind.

Da Säuglinge und Kleinkinder keinen Schutz gegen Rotaviren haben, sie jedoch sehr gefährdet sind, diese schweren Durchfallerkrankung zu bekommen, empfiehlt die Gesundheitsamtsleiterin nachdrücklich eine Rotaviren-Impfung, die bis zur 24. beziehungsweise 26. Lebenswoche abgeschlossen sein muss.

Viele Krankenkassen zahlen diese Impfung, an die man insbesondere dann denken sollte, wenn das Kind früh eine Betreuungseinrichtung besuchen soll. (may/hei)

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