Bau mit neuem Grundriss

Vitos-Kinder- und Jugendpsychiatrie wird abgerissen

Mehr Platz – neue Anmutung: So könnte der Neubau der Vitos-Kinder- und Jugendpsychiatrie einmal aussehen. Die Computeranimation zeigt die Ansicht von der Herkulesstraße aus. Erste Pläne wurden jetzt dem Ortsbeirat Vorderer Westen präsentiert. Foto: Vitos/nh

Vorderer Westen. Die Termine für große Ereignisse, die die Vitos-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) betreffen, rücken immer näher: Weil am Standort Herkulesstraße für 15,8 Millionen Euro eine neue Klinik gebaut werden soll, wird die Einrichtung samt 50 junger Patienten im Dezember ausziehen.

Der Umzug ist für 20. und 21. Dezember geplant. Neues temporäres Zuhause für die nächsten zwei Jahre ist der Vitos-Standort Bad Emstal-Merxhausen.

Das Gebäude an der Herkulesstraße/Wilhelmshöher Allee/Freiherr-vom-Stein-Straße wird ab Januar abgerissen. Im Frühjahr soll mit dem Neubau begonnen werden. Über diese Veränderungen informierte die Klinik-Leitung jetzt die Mitglieder des Ortsbeirats Vorderer Westen. In diesem Stadtteil befindet sich die KJP nämlich – entgegen ihres Namens „Vitos-Klinik Bad Wilhelmshöhe“.

Bei der Versammlung im ehemaligen Kinderkrankenhaus „Kind von Brabant“ erfuhren die Stadteilvertreter von Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt wie das neue Klinikgebäude nach ersten Plänen aussehen wird.

Der L-förmige Grundriss mit einem Gebäuderiegel zur Herkulesstraße hin und auf der Seite der Nachbarbebauung – dazwischen entsteht als Puffer ein Parkplatz – schaffe Platz für einen geschützten Spielhof, wo die jungen Patienten ungestört aber vor allem gefahrlos spielen können, erklärte Raschka-Halberstadt.

Irmgard Raschka-Halberstadt, Vitos-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Nach zweieinhalbjähriger Bauphase soll die Klinik mit ihren 130 Mitarbeitern Mitte 2017 am alten Standort neu eröffnet werden. Grund für den Neubau ist der schlechte Zustand der zum Teil aus den 1950er-Jahren stammenden Gebäude. Sie seien für die heutigen Anforderungen nicht geeignet, sagte Raschka-Halberstadt. Ein drängendes Problem seien die beengten Platzverhältnisse. Die Patienten im Alter zwischen sechs bis 18 Jahren lebten derzeit auf engstem Raum zusammen sagte auch Klinikleiterin Dr. Ines Schröder.

In der neuen Klinik, deren Bau das Land in einem ersten Schritt mit 6,7 Mio. Euro fördert, wird es 60 vollstationäre und 18 teilstationäre Plätze geben. Auch die angeschlossene Käthe-Kollwitz-Schule, die die psychisch kranken Kinder besuchen, erhält einen Neubau auf dem Areal. Die größeren Zimmer werden nun auch mit Bädern ausgestattet sein, es gibt neue Aufenthalts-, Therapie- und Sporträumen sowie einer Cafeteria und ein umgestaltetes Außengelände.

Während der nächsten Ortsbeiratssitzung am Donnerstag, 20. November, werden die Architekten die endgültigen Pläne des dreigeschossige Neubaus vorstellen. Darüber möchten die Mitglieder des Ortsbeirats dann gerne diskutieren.

Von Christina Hein

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