Veterinäramt ließ tote Krähen untersuchen

Tote Krähen: Vögel hatten Infektion

Kassel. Die toten Krähen am Lutherplatz hatten eine akute Infektion. Das teilte das Veterinäramt der Stadt Kassel gestern mit. Wie berichtet, waren in dem Grünzug um die Lutherkirche vermehrt tote Rabenkrähen gefunden worden.

Davon hatte auch das Veterinäramt durch Hinweise aus der Bevölkerung erfahren und ließ vier verendete Tiere beim Landesbetrieb Hessisches Landeslabor untersuchen.

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„Unser Verdacht richtete sich zunächst auf eine Vergiftung der Tiere durch Personen, die sich eventuell durch die Rabenkrähen gestört fühlen“, heißt es in dem Schreiben des Veterinäramtes. Zurzeit gebe es eine hohe Populationsdichte – also sehr viele Rabenkrähen.

Kein Hinweis auf Vergiftung

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http://regiowiki.hna.de/Lutherplatz

Die Untersuchungen hätten aber keinen Hinweis auf eine Vergiftung ergeben. Stattdessen sprachen die Befunde für eine akute Infektion der Vögel. Auf die Bestimmung des spezifischen Erregers habe man verzichtet. Denn bei einer hohen Populationsdichte komme es in der Natur regelmäßig vor, dass sich Infektionskrankheiten unter Rabenkrähen ausbreiten. Geschwächte Tiere könnten der Erkrankung dann erliegen. Dieser Mechanismus diene in der Natur auch der Regulierung zu hoher Tierzahlen.

Tiere nicht anfassen

In der Regel handele es sich um Infektionen, die für Menschen kein hohes Risiko darstellen, so das Veterinäramt. Dennoch sollten Menschen, die tote Rabenkrähen auffinden, die Tiere nicht anfassen. Bei gehäuftem Auftreten toter Vögel (mehrere verendete Tiere auf einmal) sollte das Veterinäramt informiert werden. (rud) Tel. 05 61/787 33 30.

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