Vogelgrippe erreicht Kassel: Tote Wildvögel Ämtern melden

Kassel. Bei einem in der vergangenen Woche im Kasseler Stadtgebiet tot aufgefundenen Graureiher wurde am Mittwoch der Vogelgrippe-Verdacht bestätigt.

Auch bei drei Höckerschwänen aus Florstadt (Wetteraukreis) hat das Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald das H5N8-Virus nachgewiesen.

Damit gibt es seit Ausbruch der Vogelgrippe in Hessen nun 55 bestätigte Fälle des aktuellen Erregers, darunter 54 Wildvögel und ein Rosapelikan aus dem Opel-Zoo. Das teilte gestern das hessische Umweltministerium mit. Bundesweit gab es bisher 1205 aktuelle Vogelgrippe-Fälle.

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Nordhessen war bislang relativ glimpflich davongekommen. Ende Februar war bei einem in der Fulda bei Staufenberg tot aufgefundenen Graureiher das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen worden. Zuvor wurden ein Schwan am Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis sowie ein toter Bussard in Fuldabrück im Landkreis Kassel Opfer des Erregers.

Das Virus ist hochansteckend. Deshalb besteht die Gefahr, dass es in Geflügel- und Vogelbestände eingeschleppt wird. Eine Gefahr für den Menschen besteht nach derzeitigem Wissensstand jedoch nicht. Bislang sind weltweit laut Loeffler-Institut keine Infektionen des Menschen mit H5N8 bekannt geworden.

Sowohl im Stadtgebiet als auch im Kreis Kassel besteht weiterhin die Stallpflicht. Die Geflügelhalter sind laut Umweltministerium aufgerufen, die Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin strikt einzuhalten. Merkblätter und nähere Informationen können auf der Internetseite der Stadt Kassel unter www.serviceportal-kassel.de oder auf der Seite des Landkreises www.landkreiskassel.de unter „Aktuelles“ aufgerufen werden.

Wer einen toten Wildvogel – insbesondere Wasservögel – findet, sollte dies je nach Fundort bei der Stadt (Tel. 787 33 36, E-Mail an veterinaer@kassel.de) oder dem Landkreis Kassel (Tel. 0 56 92/9 87 33 06 oder veterinaeramt@landkreiskassel.de) melden. Vogelkadaver sollten aus hygienischen Gründen nicht mit bloßen Händen angefasst und Hunde von Tierkörpern ferngehalten werden. 

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