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Volksbank Kassel Göttingen zahlt Mitgliedern 2 Prozent Dividende

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Von: Axel Schwarz

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Die Volksbank Kassel Göttingen ist in Nordhessen und Südniedersachsen aktiv. Hier die Kasseler Hauptstelle an der Ecke Rudolf-Schwander- und Kurfürstenstraße.
Die Volksbank Kassel Göttingen ist in Nordhessen und Südniedersachsen aktiv. Hier die Kasseler Hauptstelle an der Ecke Rudolf-Schwander- und Kurfürstenstraße. © Axel Schwarz

Die Genossenschaftsbank hat im Vorjahr ihren Gewinn stabil gehalten: Die Bilanz 2021 weist solide Zuwächse bei Krediten und Geldanlagen aus.

Kassel/Göttingen – Die Volksbank Kassel Göttingen hat im vergangenen Geschäftsjahr 2021 den schwierigen Corona- und Zinsbedingungen getrotzt. Solide Zuwächse im Kreditgeschäft – insbesondere bei Baufinanzierungen – sowie bei Geldanlagen ließen die Bilanzsumme um 7 Prozent auf das Rekordniveau von 3,4 Milliarden Euro steigen, hieß es am Mittwoch (9.3.2022) bei der Vorstellung der Zahlen.

Die Genossenschaftsbank führt in Nordhessen und Südniedersachsen rund 140 000 Kundenkonten, davon etwa 15 000 von Firmen. Mit einem Wachstum um 9,7 Prozent auf 1,94 Mrd. Euro habe sich vor allem das Kreditgeschäft dynamisch entwickelt, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Osse. Gut die Hälfte davon entfiel auf den privaten Wohnungsbau, rund 2000 Baufinanzierungen habe die Bank im Vorjahr abgeschlossen. Durch die Übernahme zweier Immobiliengesellschaften in Kassel und Göttingen habe die Bank auch ihr Dienstleistungsangebot in diesem Segment weiter ausgebaut.

In Zeiten noch niedriger Zinsen war nicht nur Wohneigentum, sondern auch Vermögensberatung stark nachgefragt. Über alle Formen der Geldanlage hinweg flossen der Volksbank im Vorjahr 283 Millionen Euro Kundengeld neu zu – ein Zehnjahreshoch, wie Osse sagte. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf dem Wertpapiergeschäft. Dementsprechend stieg das Provisionsergebnis um 8 Prozent auf 22,7 Millionen Euro.

Wer sein Geld nach wie vor auf normalen Spar- und Girokonten liegen hat, muss seit Mai 2021 auch bei der Volksbank sogenannte Verwahrentgelte zahlen – für Girokonten ab 10 000 Euro Guthaben, für Geldanlagekonten ab 100 000 Euro. Davon seien lediglich vier Prozent der Kundschaft betroffen, sagte Osse. Die Bank strebe an, die Strafzins-Regelung zurückzunehmen, „sobald sich die Zinsstrukturen normalisieren“.

Bei leicht gesunkenem Verwaltungsaufwand konnte die Volksbank ihr operatives Betriebsergebnis um vier Mio. auf 24,2 Millionen Euro steigern. Unterm Strich steht ein Bilanzgewinn von 3,5 Millionen Euro; mit diesem Jahresüberschuss liegt die Bank annähernd auf Vorjahreshöhe.

Daraus haben die gut 54 000 Genossenschaftsmitglieder eine Dividende von 2 Prozent auf ihre Geschäftsanteile zu erwarten – vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung, die laut Osse am 8. Juni tagen wird.

Im vergangenen Jahr hat die Volksbank in ihrem Geschäftsgebiet rund 400 Vereine und Initiativen unterstützt, die sich auf den Feldern Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport engagieren. Insgesamt wurden nach Angaben des Vorstandes 450 000 Euro ausgeschüttet.

Weil Bankgeschäfte zunehmend online erledigt werden, ist das Filialnetz der Volksbank im vergangenen Jahr etwas dünner geworden. In Wolfhagen, Bad Karlshafen, Gieselwerder und Hedemünden wurden personenbesetzte Standorte geschlossen.

Andererseits wird auch investiert – etwa in einen Neubau der Filiale Hofgeismar, der nach aktuellen Angaben 6,5 Millionen Euro kostet und 2023 bezugsfertig wird. Und in einen Hotel-Neubau neben der Kasseler Hauptstelle, der 40 Millionen Euro kosten und auch Erweiterungsräume für die Bank enthalten soll. Mit dem Baubeginn sei Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres zu rechnen, sagte Vorstandschef Osse. (Axel Schwarz)

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