200 Kasseler sterben jährlich an Diabetes

Kassel. In Stadt und Landkreis Kassel sterben jährlich über 200 Menschen an der Zuckerkrankheit, Diabetes Typ 2. Die Tendenz ist laut Gesundheitsamt Kassel steigend.

ARD-Video: Volkskrankheit Diabetes

War die Zuckerkrankheit 1998 in der Stadt noch Hauptursache in 69 Todesfällen, waren es im Jahr 2011 dann 95 Fälle. Im Landkreis stieg die Zahl der Todesfälle von 105 auf 111.

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15 Tipps für ein Leben ohne Diabetes

Nach Erhebungen sind 15 Prozent der Bevölkerung von der Zuckerkrankheit betroffen. Während Diabetes Typ 1 selten und eine Autoimmunerkrankung ist, gilt der verbreitete Typ 2 als Wohlstandskrankheit.

Durch Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung reagiert der Körper nicht mehr auf das Hormon Insulin. Das wird zur Senkung des Blutzuckerspiegels benötigt. Viel Zucker im Blut schädigt langfristig Organe, Blutgefäße und Nerven.

Die Landesärztekammer hat in Kooperation mit Medizinern, der Stadt und Verbänden ein Vorsorgeprojekt gestartet: „Fit und gesund älter werden“ richtet sich an Menschen ab 45. (gör)

Diabetes: Das sollten Sie wissen

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Vorstufe von Diabetes, wissen aber nichts von der Gefahr. Die Krankheitszeichen sind oft recht allgemein, doch folgende Alarmsignale können auf einen krankhaft erhöhten Blutzuckerspiegel hinweisen. © dpa/dak
1. Verschwommenes Sehen © dpa/dak
2. Taube Hände und Füße © dpa/dak
3. Heißhunger © dpa/dak
4. Übermäßiger Harndrang © dpa/dak
5. Anhaltende Müdigkeit © dpa/dak
6. Plötzlicher Gewichtsverlust © dpa/dak
7. Ständiger Durst © dpa/dak
8. Sexuelle Störungen © dpa/dak
9. Schlecht heilende Wunden © dpa/dak
Ohne Zucker geht beim Menschen gar nichts: Weder würden die Beine einen Schritt gehen, noch das Gehirn einen klaren Gedanken fassen. Wie der Automotor Benzin, so verbrennt unser Körper Traubenzucker und bezieht daraus seine Energie. Allein das Gehirn verbraucht 140 Gramm pro Tag! © dpa/dak
Der Körper holt sich die Glukose aus der Nahrung, über das Blut wird es zu den Organen transportiert und hineingeschleust. Doch dieser Glukose-Stoffwechsel ist bei jedem zehnten Menschen gestört. © dpa/dak
Eine Schlüssel- rolle spielt das Hormon Insulin, das für die Aufnahme des Zuckers in die Organe verantwortlich ist. Es verliert zunächst unbemerkt seine Wirkung. Um die gleiche Menge Zucker zu verarbeiten, wird also mehr Insulin benötigt. Der Körper produziert immer mehr Insulin, bis die dafür zuständigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. © dpa/dak
In Folge steigt der Blutzucker im Blut drastisch an, die Organe werden nicht mehr ausreichend mit Treibstoff und Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind dramatisch wie Herzinfarkte, Nierenschäden oder schlecht heilendes Gewebe. © dak
Pro Jahr werden in Deutschland 28.000 Füße von Diabetikern amputiert. Mithilfe einer speziellen Stimmgabel überprüft hier der Arzt das Vibrationsempfinden des Fußes und kann davon weitere Maßnahmen ableiten. © dpa/obs
Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt über 45-Jährigen alle drei Jahre eine sogenannte Nüchtern-Blutglukosebestimmung beim Hausarzt. Früh erkannt, ist die Krankheit gut behandelbar. Wird Diabetes heilbar? Das Neueste von der Impfung bis zur Stammzellen-Therapie lesen Sie hier... © dak

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der gedruckten Ausgabe der HNA Kassel.

Rubriklistenbild: © dpa

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