Weniger Umtausch als in den Vorjahren

Einzelhändler mit Weihnachtsgeschäft zufrieden

Gute Laune beim Umtausch: Marion Pritsch (links), Mitarbeiterin der Schmuckabteilung in der Galeria Kaufhof, beriet gestern Vormittag Kundin Susanne Knopel. Foto:  Schachtschneider

Kassel. Zwischen „zufrieden“ und „super“ fallen in diesem Jahr die Bewertungen über das Weihnachtsgeschäft in der Kasseler Innenstadt aus. „Das Weihnachtsgeschäft hat sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegt“, sagt Torsten Evers, Chef des Modegeschäfts Heinsius & Sander an der Oberen Königsstraße.

Hätten die Verbände noch im November ein Minus prophezeit, so habe sich in den letzten Wochen die Nachfrage stabilisiert, sagt Evers. Auffallend sei, dass in diesem Jahr weniger Geschenke als früher umgetauscht worden seien. „Das Umtauschen hat merklich nachgelassen.“

In der Galeria Kaufhof war am Donnerstag der Hauptumtauschtag, am Freitagvormittag ging es da schon ruhiger zu. Am meisten sei Schmuck umgetauscht worden, sagt Markus Geulig, Personal- und Organisationsleiter. In 99 Prozent der Fälle tauschten die Kunden ein Stück um, weil es nicht gefalle. Dabei handele es sich um einen Kulanzumtausch, zu dem es - im Gegensatz zum Reklamationsumtausch - keine gesetzliche Verpflichtung gebe.

Insgesamt sei man im Kaufhof mit der „Frequenz des Weihnachtsgeschäfts“ zufrieden gewesen, sagt Geulig. Die Klassiker Schmuck, Parfüm und Spielwaren seien auch in diesem Jahr am stärksten nachgefragt worden.

Besser als im Vorjahr sei das Weihnachtsgeschäft bei C & A gelaufen, sagt Abteilungsleiterin Nicole Meiß. Ihr Fazit lautet kurz und knapp: „Super.“ Oberteile, Stricksachen, festliche Kleidung für Kinder und Babybekleidung seien besonders gut gelaufen.

Gerhard Jochinger, Vorsitzender der City-Kaufleute, vertritt die Ansicht, dass es noch zu früh sei, über die Umsätze im Weihnachtsgeschäft zu sprechen. Verlässliche Zahlen könne man erst im neuen Jahr nennen.

Der Einzelhandel müsse mit der Entwicklung leben, dass immer mehr Ware - auch zu Weihnachten - im Internet bestellt werde. Nichtsdestotrotz habe es in der Vorweihnachtszeit „Spitzenfrequenzen“ in der Innenstadt gegeben. „Das war recht ordentlich, vergleichbar mit dem Vorjahr“, sagt Jochinger. Der tolle Weihnachtsmarkt und die schöne Beleuchtung sorgten für eine volle Innenstadt. Auch zwischen den Jahren sei die Stadt außerordentlich gut besucht.

Von dem verlängerten Weihnachtsmarkt profitiere auch das Bekleidungsgeschäft Sinn-Leffers, sagt Geschäftsleiterin Sabine-Amelie Alt. Es sei zwischen den Jahren wesentlich mehr los als im Vorjahr, Alt spricht von einer idealen Besucherfrequenz. „Unter dem Strich sind wir mit dem Jahresabschluss sehr zufrieden.“

Dass viele Menschen Gutscheine zu Weihnachten verschenkt haben, wird in diesen Tagen besonders deutlich, weil sie eingelöst werden. Auch bei Sinn-Leffers sei durch Gutscheinverkauf die Umtauschquote zurückgegangen, sagt Alt. 

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