Veranstaltungsprogramm zum Stadtgeburtstag 2013 nimmt Formen an

Rollen zum Stadtjubiläum nach Kassel: Museumsleiter Richard Keller aus Mulhouse sowie die Kasseler Heinz W. Jordan und Dr. Dietrich Krahn präsentieren im Unternehmenspark Lilienthalstraße Oldtimer der legendären Sammlung Schlumpf. Foto: nh

kassel. In neun Monaten ist es so weit: Am 18. Februar 2013 hebt sich in der Stadthalle der Vorhang zum Kasseler Jubiläumsreigen. Auf den Tag genau vor 1100 Jahren wurde Kassel erstmals urkundlich erwähnt.

Der Stadtgeburtstag soll mit einem Paukenschlag beginnen. Oberbürgermeister Bertram Hilgen und das Organisationsteam um Hans-Jochem Weikert versprechen lockere Unterhaltung statt steifer Reden beim offiziellen Festakt, der Spaß machen soll.

Das gilt für die gesamten Jubiläumsveranstaltungen, die auf drei Säulen ruhen: den städtischen Veranstaltungen, den ausgezeichneten 115 Jubiläumsprojekten und den Beiträgen der 23 Kasseler Stadtteile. Die Stadt lässt sich das Jubiläumsfest einiges kosten. 120 000 Euro stehen in diesem Jahr für die Vorbereitung bereit, weitere 250 000 Euro sollen es 2013 sein. „Ich glaube, wir werden noch ein bisschen was drauflegen müssen“, sagte Hilgen gestern bei der Vorstellung der Pläne. „Aber 1100 wird man nur einmal.“

Ein Höhepunkt wird die Festwoche „Kassel 1100“ vom 13. bis 23. September sein samt Festzug, der als Sternmarsch aus allen 23 Kasseler Stadtteilen beginnt und am Friedrichsplatz endet. Dort wird es ein Fest der Kulturen geben. In die Festwoche fallen das Theaterfest und das „Twin Town Festival“, bei dem sich Kassels Partnerstädte präsentieren. Aus Ramat-Gan zum Beispiel erwartet die Stadt das Mundharmonika-Orchester. Weitere Termine sind die Wiedereröffnung des Stadtmuseums (13. September), dessen Sanierung dann zumindest in großen Teilen abgeschlossen sein soll, und - wenn die Bundestagswahl nicht dazwischenkommt - ein Tag der offenen Tür im Rathaus (14. September) sowie das Stadtfest, das 2013 vom 20. bis 23. September gefeiert wird. Zum Abschluss präsentieren Schüler im November ihre Ideen zu Kassels Zukunft.

„Es wird ein Jahr, das man nicht vergessen wird“, versicherte der Oberbürgermeister. Auch deshalb, weil alle Stadtteile mitzögen. Der Funke sei übergesprungen. Das Engagement zeige, dass die Kasseler ihre Stadt liebten. Diese Bindung wolle man weiter stärken. Ob alle 115 offiziellen Jubiläumsprojekte, die von den Organisatoren selbst finanziert werden, umgesetzt werden können, ist offen. „Trotzdem wird das Bild rund und schön“, versicherte Organisationschef Weikert.

Mit dem Startschuss am 18. Februar präsentieren sich auch die Stadtteile im Zwei-Wochen-Rhythmus. Den Auftakt macht Harleshausen, Wolfsanger-Hasenhecke beschließt im Dezember als letzter Stadtteil das Jubiläumsjahr. Mit jedem Wechsel wird ein Baumstamm markiert und weitergereicht, sodass er am Ende 23 individuelle Gestaltungselemente haben wird. Vom 8. Juli bis 1. August macht das Fest Pause. Die dürfte nach dem Hessentag (14. bis 23. Juni) ganz gelegen kommen.

Von Ellen Schwaab

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