Ortsbeirat will Räume der Kulturinitiative K15 an der Goetheanlage erhalten

Vorbehalt gegen Abriss

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Sanierungsbedürftig: Der Eingang zu den Räumen der Kulturinitiative (links) ist wenig einladend. Rundum bröckelt der Beton. Die Treppe zur Goetheanlage ist seit längerem gesperrt.

Kassel. Der Zugang am ehemaligen Kiosk zur Goetheanlage und die marode Treppe sind schon geraume Zeit gesperrt. Nächstes Jahr soll das Ensemble aus Beton abgerissen werden. Doch der Ortsbeirat des Vorderen Westens hat während seiner jüngsten Sitzung einstimmig seinen Vorbehalt gegen einen „vorschnellen“ Abriss eingelegt.

Grund: Das Gremium fürchtet, dass die Kellerräume der Kulturinitiative K15, die ebenfalls in schlechtem Zustand sind, diesem Abriss zum Opfer fallen. Das K15 will der Ortsbeirat aber unbedingt vor Ort erhalten.

„Wir sind nicht gegen den Abriss der Treppenanlage“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD) während der Sitzung. Doch er habe aus dem Rathaus Signale erhalten, die befürchten ließen, dass das K15 zumindest an diesem Standort wenig Chancen habe.

Beispielsweise habe die Leiterin des Kulturamts, Dorothee Rhiemeyer, vorgeschlagen, das K15 in den Bürgerräume der Friedenskirche unterzubringen. Die seien aber völlig ungeeignet, sagte Rudolph. Er habe den Eindruck, dass bei den zuständigen Amtsleitern das Verständnis für die Bedeutung der Kultureinrichtung und eine sorgfältige Konzeption für diesen wichtigen Eingangsbereich der Goetheanlage fehle, ergänzte der Ortsvorsteher.

Der Zugang am Kiosk müsse bald wieder geöffnet werden, damit die soziale Kontrolle in diesem Teil der Goetheanlage wiederhergestellt werde, forderte Michael Maschke von den Jugendräumen Wehlheiden. Denn am Rande des gesperrten Gebiets träfen sich verstärkt Jugendliche, die zu viel Alkohol trinken. Im neuen Jahr will der Ortsbeirat mit dem neuen Baudezernenten Christof Nolda über die Zukunft des Eingangsbereichs ins Gespräch kommen.

Dabei wird es auch um die Kosten des Abrisses, der Sanierung oder einer Zwischenlösung aus beidem gehen. Die Stadt habe bisher ganz unterschiedliche Summen genannt, sagte Ortsvorsteher Rudolph. (pdi)

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