Ausweichkapazitäten für 120 Menschen aus Erstaufnahmen

Corona in Kassel: Warum Flüchtlinge jetzt in der Jugendherberge wohnen

Vorübergehende Unterkunft für Flüchtlinge: In der Jugendherberge am Tannenwäldchen wird eine Außenstelle der Erstaufnahme des Landes eingerichtet.
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Vorübergehende Unterkunft für Flüchtlinge: In der Jugendherberge am Tannenwäldchen wird eine Außenstelle der Erstaufnahme des Landes eingerichtet.

Das Land Hessen hat die Jugendherberge in Kassel angemietet, um dort Flüchtlinge unterzubringen. Ziel ist es die Erstaufnahmen während der Pandemie zu entlassen.

Kassel - In der Jugendherberge an der Schenkendorfstraße ist wieder Leben eingezogen: Dort sind seit Anfang der Woche Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen untergebracht. Mit der Anmietung solle den „aktuellen Anforderungen der Corona-Pandemie Rechnung getragen“ werden, sagte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums (RP) Gießen. In den Erstaufnahme-Unterkünften, unter anderem in Niederzwehren, soll dadurch also mehr Platz geschaffen werden, um Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten.

Bislang haben 27 Personen die Räume in der Jugendherberge bezogen, teilte das RP auf HNA-Anfrage mit. Bis zu 120 Menschen könnten dort Platz finden. Untergebracht werde dort nur, wer bereits eine 14-tägige Quarantäne absolviert hat und aktuell frei von Symptomen ist. Betreiber der vorübergehenden Außenstelle der Erstaufnahme ist das RP Gießen. Man erhalte dabei Unterstützung von Dienstleistern, die sich um die medizinische Versorgung und den Sozialdienst kümmern, so der RP-Sprecher. Die Verpflegung übernimmt die Jugendherberge, die derzeit aufgrund der Pandemie keine Gäste empfängt.

Der Mietvertrag mit der Jugendherberge läuft laut RP bis Ende Dezember mit einer Verlängerungsoption. Ob dort tatsächlich bis zum Jahresende Flüchtlinge untergebracht sein werden, hänge von der Gesamt-Belegungssituation in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes ab, sagte der Sprecher. Am Standort in Niederzwehren leben derzeit 249 Flüchtlinge. Im vergangenen Oktober hatte es dort einen Corona-Ausbruch gegeben. (kme/rud)

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