Pfarrerin Dr. Ursel Wicke-Reuter verlässt die Kreuzkirche nach zehn Jahren

Abschied von der Gemeinde

Wechselt zum Predigerseminar nach Hofgeismar: Pfarrerin Dr. Ursel Wicke-Reuter. Foto: Schwaab

Vorderer Westen. Abschied von der Kreuzkirche: Nach zehn Jahren Gemeindearbeit wechselt Pfarrerin Dr. Ursel Wicke-Reuter zum Predigerseminar nach Hofgeismar.

Die 48-Jährige übernimmt zum 1. Dezember die Studienleitung für die Pfarrerinnenfortbildung. Der Abschied aus dem Vorderen Westen fällt ihr nicht leicht. „Ich war sehr, sehr gerne hier“, sagt sie.

Mit dem Wechsel kehrt die im Jungfernkopf lebende Kasselerin gewissermaßen zu ihren Anfängen zurück: Die kritische Auseinandersetzung mit theologischen Fragen hatte hat sie von Kindheit und Jugend an begleitet. Nun will sie sich wieder stärker der thematischen Arbeit widmen.

Fragen nach der Bedeutung der Kirchengemeinden in unserer Zeit, nach heutigen Vorstellungen über die Auferstehung und darüber, wie man mit eher kirchenfernen Menschen über Gott sprechen kann, möchte sie gemeinsamen mit anderen nachgehen.

In der 2600 Mitglieder zählenden Gemeinde der Kreuzkirche an der Luisenstraße, die sie mit Pfarrerin Cornelia Risch betreute, kümmerte sie sich vor allem um die Familien- und Kinderarbeit. Nicht nur mit dem Krippenspiel zu Weihnachten, auch an Ostern und an Erntedank führte sie die Kinder spielerisch an den Gottesdienst heran. Die Kirche zu öffnen und im Stadtteil zu verankern, Gottesdienste gemeinsam gestalten, die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen suchen, über Ausstellungen miteinander ins Gespräch kommen - dies hat ihre Arbeit bestimmt.

Religion und Kultur sind an der Kreuzkirche eng miteinander verbunden. Das zeigt sich auch in der Arbeit der Kantorei und in den Konzertreihen zur Weltmusik. Dass sich die Kreuzkirche als Bühne für Weltmusik etabliert hat, sei ein Gewinn, sagt die scheidende Pfarrerin. Kontakte zum Stadtteil haben sich auch durch die Kita der Kreuzkirche und den Hort an der Murhardstraße ergeben.

Die Kirche müsse aktiv auf die Menschen zugehen und ihnen etwas anbieten, in dem sie sich wiederfinden, sagt die Mutter von zwei elf und 16 Jahre alten Söhnen. „Man muss selber hingehen. Man darf nicht warten.“ Dr. Ursel Wicke-Reuter wird am Sonntag, 2. Dezember, 11 Uhr, verabschiedet. Nach dem Gottesdienst ist Raum für Begegnung. Die Nachfolge ist noch offen.

Von Ellen Schwaab

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