Emilia Stegemann  neue Chefärztin an den Kasseler Diakonie-Kliniken

Untersuchung der Halsschlagader einer Patientin: Mithilfe moderner Ultraschalltechnik kann Emilia Stegemann Gefäßverengungen, -entzündungen oder -ablagerungen erkennen. Foto: Heise-Thonicke

Kassel. Den Wechsel von Düsseldorf nach Kassel hat Dr. Emilia Stegemann nicht bereut. „Ich fühle mich hier extrem wohl“, sagt die neue Chefärztin der Klinik für Innere Medizin und Angiologie (Gefäßmedizin) an den Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel (früher Diakonissenhaus).

Die hervorragende Zusammenarbeit beispielsweise mit Gefäßchirurgen und Herzspezialisten sei „wie ein Sechser im Lotto“.

Davon profitierten auch die Patienten, betont die Fachärztin für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie. Denn demnächst gibt es in den Diakonie-Kliniken an der Herkulesstraße eine gemeinsame Station für alle Gefäßpatienten. „Man sieht oft erst bei der Untersuchung, ob ein Patient gefäßmedizinisch oder chirurgisch behandelt werden muss.“ In diesem Fall brauche es keine neue Überweisung, vielmehr liefen Untersuchung und Therapie Hand in Hand.

„Es war immer mein Ziel, eine gute, patientenorientierte Medizin zu machen“, sagt die 47-Jährige. Deshalb sind der Expertin für Gefäßultraschall gründliche und möglichst strahlenfreie Voruntersuchungen so wichtig: „So kann man die Zeit von Gefäßeingriffen deutlich verkürzen, denn ich weiß vorher genau, was ich vorfinde.“ Gerade ältere Patienten würden so weniger belastet. Und durch eine neue Technik zum Verschließen der Punktionsstellen seien die Patienten nach Gefäßbehandlungen, bei denen beispielsweise per Ballonkatheter Engstellen aufgeweitet werden, schneller wieder mobil. Stolz zeigt die Ärztin auf ein hochmodernes Ultraschallgerät, das in Kombination mit schonenden Kontrastmitteln unter anderem Gefäßwandentzündungen, Engstellen und Ablagerungen beispielsweise in der Bauch- oder Halsschlagader, aber auch in kleinsten Blutgefäßen sichtbar machen kann.

„Alles muss gut geplant sein“, ist die Devise der gebürtigen Bonnerin. „Das Einzige, was nicht geplant war, sind meine Kinder, und ich bin froh, dass sie da sind“, sagt die dreifache Mutter lächelnd.

Bei der Entscheidung für einen Stellen- und Wohnortwechsel hatten die Kinder im Alter von neun, zwölf und 14 Jahren deshalb ein gewichtiges Wort mitzureden. Im Sommer wird die Familie - Emilia Stegemanns Ehemann ist Biophysiker - aus Bonn nachziehen. Und in den Ferien ist bereits wieder eine dreiwöchige Familien-Radtour geplant. Natürlich hat die Hobby-Fotografin dann wieder ihre Kamera dabei. Die Schwarz-Weiß-Bilder entwickelt sie selbst im eigenen Labor. Für moderne Technik hat sie sich in diesem Bereich noch nicht begeistert.

Auch beruflich hat Emilia Stegemann in diesem Jahr noch einiges vor: Sie hofft, ihre Habilitation auf dem Weg zur Professur abzuschließen.

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