Ladenzeile an der Friedrich-Ebert-Straße

Asia-Restaurant Asahi eröffnet in Kasseler Vorderem Westen

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Neuer Mieter: Gastronom Quang Cat eröffnet in der historischen Ladenzeile sein asiatisches Restaurant „Asahi“. Spätestens im Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Kassel. Schon in wenigen Wochen ist der Kasseler Stadtteil Vorderer Westen um ein Asia-Restaurant reicher. In der Friedrich-Ebert-Straße eröffnet das "Asahi". 

Fast 30 Jahre lang lag die historische Ladenzeile an der Friedrich-Ebert-Straße 86 bis 90 im Dornröschenschlaf. Leerstand und Zerstörung prägten das Bild. Dabei bot die gründerzeitliche Bausubstanz viel Potenzial. Seitdem ein Kasseler Unternehmer die Häuser Ende 2016 vom Frankfurter Immobilienspekulanten Heinrich Gaumer gekauft hat, geht es weiter aufwärts. Nun eröffnet mit „Asahi“ ein asiatisches Restaurant in einem der letzten leerstehenden Läden.

Neueröffnung: In Nachbarschaft zu den Geschäften „Hab selig“ und „La Marina“ eröffnet der Asiate „Asahi“.

Der Kasseler Gastronom Quang Cat hat die Chance ergriffen und wird spätestens im Dezember mit seinem Lokal an der Friedrich-Ebert-Straße 88 starten. „Ich lebe seit 30 Jahren in Kassel und hatte schon lange den Wunsch, den Laden zu beleben“, sagt der Mann, der seit 17 Jahren das Sushi-Restaurant „Ya. Suhi“ in der Königsgalerie betreibt. Für sein neues Restaurant „Asahi“ hat er in vier Monaten Umbauzeit den Charme des 250 Quadratmeter großen Ladens freigelegt. So kamen etwa alte Ziegelmauern zum Vorschein.

In dem Restaurant, in dem durch Holzelemente ein fernöstliches Ambiente geschaffen wurde, haben 80 Menschen Platz. Kulinarisch wird ein weites Spektrum der asiatischen Küche abgedeckt: Es wird zwar auch eine Sushi-Theke geben, aber vor allem warme Speisen – unter anderem Wok-Gerichte – werden auf der Speisekarte stehen. Geöffnet sein wird von Montag bis Sonntag jeweils von 11.30 und 23 Uhr.

Das Lokal „Asahi“ eröffnet in guter Nachbarschaft. In den vergangenen sieben Jahren haben mit dem Modegeschäft „Hab selig“, dem Naturkosmetikladen „La Marina“ und dem kürzlich zum Sterne-Restaurant erhobenen „Voit“ drei Unternehmen auf diese Lage gesetzt.

Vorderer Westen heute exklusiver Standort

Was heute als exklusiver Standort im Vorderen Westen gilt, war seit den 1980er-Jahren ein Schandfleck. Der Großteil der Läden war verwaist, und auch die Wohnungen in den zwischen 1890 und 1891 errichteten Kulturdenkmälern standen viele Jahre leer. Obdachlose und andere Hausbesetzer richteten sich zeitweise ein. Als mit „Henry’s Bistro“ 2001 auch das letzte Lokal aus der Ladenzeile verschwand, herrschte die große Leere.

Blick zurück: 1990 berichtete die HNA über den Leerstand und Verfall in den Häusern an der Friedrich-Ebert-Straße.

Erst 2010 zog mit dem Modeladen „Hab selig“ wieder der erste Mieter ein. Inzwischen gibt es nur noch eine leerstehende Fläche mit 380 Quadratmetern. „Wir führen bereits Verhandlungen mit Interessenten“, sagt Immobilienmakler Alexander Panzer. 

Zudem gebe es eine Gewerbefläche im Keller mit 413 Quadratmetern, die noch vermietet werden solle. Dort gibt es allerdings kein Tageslicht. Sämtliche Wohnungen in den Häusern seien vermietet.

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