Ateliers im Vorderen Westen öffneten am Wochenende Türen für Besucher

Kassel. Knapp 30 Stationen gab es am Wochenende beim Kunst- und Kulturrundgang im Vorderen Westen zu erkunden.

Künstler zeigten ihre Werke von Malerei über Handwerk bis hin zu Designstücken und Fotografie. Viele der kleinen Ateliers eröffneten zudem einen lohnenswerten Einblick in die verwunschenen Hinterhöfe des Gründerzeit-Quartiers.

Im Laden der Künstlergruppe „Prisma“ am Bebelplatz gab es zum Rundgang unter anderem eine Ausstellung zum Thema „Bindungen“ zusehen. Besonders imposant ein Werk von Silke Hoffmann, die aus einem einzigen meterlangen Stück Tau eine teppichähnliche Fläche und zwei Sitzkissen gewebt hat. Für die jüngeren Generationen gab es Postkarten mit dem Schriftzug „Bindungen to go“, die auf moderne Kommunikationsformen per Facebook oder Whatsapp anspielten, die in der heutigen Zeit oftmals persönliche Bindungen ersetzen. Die Ausstellung ist noch bis zum 28. November zu sehen.

Tass Wolf stellte im Hinterhof der Elfbuchenstraße 22 a Bilder in räumlicher Malart aus. „Man könnte es vielleicht als 3 D-Malerei bezeichnen“, erklärte er seine Werke. Der Künstler nutzt Ölfarbe, zusätzliche Ebenen werden mit hauchdünnen Fäden geschaffen, auf die bemaltes Papier gesetzt wird. So entstehen auf der Leinwand Gräser vor einer Landschaftsmalerei.

Zahlreiche Künstler lockten am Sonntag auch in die alte Korkfabrik an der Elfbuchenstraße. Wo früher verschiedenste Produkte aus Kork hergestellt wurden, zeigten Künstler Skulpturen und Bilder.

Helmut Laurentius stellt verschiedene Skulpturen her, beispielsweise aus Eichenholz. Die Skulptur ist teilweise ausgehöhlt und von innen rot angemalt. Das soll, so der Künstler, die verborgenen Gefühle darstellen. Manches sehe man ja nicht auf den ersten Blick. In der Werkstatt von Ulrike Seilacher und Meral Dikisci sind zur Ausstellung Fotografien aus Kuba zu sehen.

Außerdem große Tongefäße, die mit einem Sägemehltonnenbrand gefertigt wurden. „Sie sind nicht auf der Töpferscheibe entstanden, sondern mit einer speziellen Aufbautechnik“, erklärt Seilacher.

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